eAssessment auf der Ideenexpo

Die TiHo ist auch dieses Jahr wieder mit einem Stand auf der Ideenexpo vertreten. Zusätzlich wurden wir gefragt, ob wir auf der Ideen-Expo-Bühne am Dienstag an der Veranstaltung “Neue Wege fürs…Lernen” über den Einsatz von eLearning berichten können. Um den Expertentalk etwas aufzulockern und auch tatsächlich etwas praktisches zu machen, haben wir anschließend mit den Schülerinnen und Schülern eine Klausur geschrieben. Natürlich keine schwierigen tiermeidzinischen Fragen, sondern einfach Fragen rund um das Studium und die TiHo. Das ganze als Multiple Choice oder Bildanalyse (z.B. “Klicke auf den Fußabdruck des Rindes”). Die Firma Codiplan, die auch bei uns die Klausuren technisch betreut, hat 80 Tablet-PCs mitgebracht, sodass wir einige der Teilnehmer einbinden konnten.

Tatsächlich haben wir es geschafft, das Interesse der Kids für eins der Expertenthemen zu wecken und hatten die Fläche vor der Bühne schnell wieder gefüllt (oft leert sich die Fläche, wenn nicht gerade die schrägen Professoren auftreten). Das Interesse war so groß, dass wir unseren Zeitslot voll ausnutzen mussten und die Klausur gleich zweimal geschrieben haben. Voller Eifer waren die Kinder und Jugendlichen dabei, möglichst viele Punkte zu erreichen, während sich einige Lehrer nach den Einsatzmöglichkeiten in der Schule erkundigt habe.

Der Einsatz der Geräte war problemlos und musste den Jugendlichen kaum erklärt werden, da der Umgang mit Computern für sie vollkommen selbstverständlich war. Es hat sich sowohl bei den Schülern als auch bei den Lehrern gezeigt, dass eAssessment nicht allein für Hochschulen und Firmen interessant ist, sondern auch in den schulischen Bereich vordringt.

AMEE-Poster

Auf der diesjährigen AMEE-Conference durften wir unsere Erfahrungen mit eAssessment im klinischen Kontext als Poster präsentieren (s.u.).  Tatsächlich ist eAssessment gerade ein großes Thema bei den Medizinern und Tiermedizinern. So konnten wir auf der AMEE international viele Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig Hilfestellung geben.

AMEE09

Online Prüfen

Im Rahmen der Connect-Klausur des Masterstudiengangs “Educational Media” haben wir erstmalig die Online-Version von Q[kju:] getestet. Im Rahmen der online verteilten Klausur konnten sich die Studierenden von Zuhause anmelden und die MC-Klausur (TypApos) bearbeiten. Es hat alles gut geklappt. Die Akzeptanz war hoch und die Schwelle zur Teilnahme niedrig.

Dieser erfolgreiche Versuch bedeutet für die TiHo, dass wir kleine Gruppen (z.B. Wiederholungsprüfungen) nicht mehr mit den gemieteten Tabletts im Hörsaal schreiben müssen, sondern dies im eigenen CIP-Pool durchführen können.

Wer das System mal ausprobieren möchte, findet HIER eine Demoversion (CAVE: das rheinländische System prüft hier “eingeborenes Wissen” ab).

Wie ich gerade gesehen habe, stößt das System auch an der CAU Kiel auf großes Interesse ;-)

Workshop “Gestaltung mündlicher M2- Prüfungen”

Gestern ist die Einladung vom Kompetenzzentrum für Prüfungen in der Medizin (B.-W.) gekommen:

Am 16. Oktober 2009 wird in Heidelberg ein Workshop zur Gestaltung mündlicher Prüfungen angeboten. Wer daran teilnehmen möchte, wird gebeten sich bis zum 21.09. anzumelden.

Bei Interesse leite ich die Einladung gerne weiter.

GMW-Workshop eAssessment

Am 18. und 19. Juni fand in Zürich der GMW-Workshop “eAssessment” statt. In einer bewusst übersichtlich gehaltenen Gruppe von 30 Teilnehmern wurde sich dort getroffen, um über Status quo, Möglichkeiten und die Zukunft elektronischer Prüfungen zu diskutieren. Eingeladen hatte Cornelia Rüdel und auch dafür gesorgt, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wurde.

Am ersten Tag ging es vornehmlich um die Umsetzungsmöglichkeiten von elektronischen Prüfungen. Als Einleitung ordnete Cornelia die unterschiedlichen Formen des eAssessment anhand der vorhandenen Literatur und Erfahrungen in technischer und diaktischer HInsicht ein. Hierbei wurde deutlich, was für ein breites Feld hier abgedeckt wird werden kann. In den folgenden drei Vorträgen wurden die technischen Umsetzungen mit Laptops der Studierenden (Apostolopoulos, Berlin), Testcentern (Bücking, Bremen) und gemieteten Laptops (Fischer, Hannover) vorgestellt. Anschließend stand in Form von Learning Cafés ausreichend Zeit zur Diskussion der einzelnen Methoden zur Verfügung.

Zum Netzwerken und Kennenlernen fand abends ein Essen im Turm der Universität über allen Dächern von Zürich statt (glücklicher Weise bewältigte die Polybahn das Bergsteigen für uns…)

Am zweiten Tag standen die didaktischen Anwendungsbeispiele im Vordergrund. Nach zwei Vorträgen über Forennutzung als Leistungsnachweis und adaptiven Prüfen konnten weitere Beispiele in einer ausführlichen Postersession diskutiert und hinterfragt werden.

Diese Veranstaltung hat den Titel Workshop endlich mal verdient, denn tatsächlich blieb viel Zeit für Diskussionen und gemeinsame Arbeiten. Dies hat dazu beigetragen, dass man mit sehr vielen neuen Ideen und Eindrücken nach Hause fahren konnte. Herzlichen Dank an die Veranstalter, die wirklich tolle Arbeit geleistet haben. Ich hoffe, dass wir eines Tages an das Konzept anknüpfen können und mit der XING-Gruppe “eAssessment” ähnliche Veranstaltungen durchführen.

Gerne hätte ich noch die Videoaufzeichnungen der Vorträge und die pdfs der Poster verlinkt, da müssen wir uns aber noch etwas gedulden. Ich werde es dann nachholen.

Übersicht eAssessment

Heute habe ich Nachricht von zwei neuen Übersichten über elektronische Prüfungen bekommen.

Zum einen beschäftigt sich eTeaching.org mit dem Thema und beschreibt neben Rahmenbedingungen, Vor- und Nachteilen auch Beispiele und funktionierende Systeme.

Noch umfangreicher ist die Publikation von Michael Vogt und Stefan Schneider: E-Klausuren an Hochschulen: Didaktik – Technik – Systeme – Recht – Praxis, die über den Server der Giessener Unibibliothek heruntergeladen kann. Hier als Zitat die Beschreibung:

Durch die Umstellung auf modularisierte Studiengänge steigt der Prüfungsaufwand an den Hochschulen. Elektronische Klausuren bieten eine Möglichkeit, diese Aufgaben zu bewältigen. Zusätzlich bieten E-Klausuren neue didaktische Möglichkeiten und Fragestellungen, mit denen komplexe Lernziele geprüft werden können. Weitere Vorteile von elektronischen Prüfungen liegen in der hohen Flexibilität bei der Aufgabenerstellung, Einbindung dynamischer Medien in Fragen, Möglichkeit der zufälligen Zusammenstellung einzelner Fragen, Fragen-Datenbank zur Organisation und Wiederverwendung, Automatisierung der Auswertung und guten Lesbarkeit freier Antworten.
Um E-Klausuren rechtlich einwandfrei und technisch sicher durchzuführen, müssen die Rahmenbedingungen hohen Standards entsprechen. Die Klausuren werden wie gewohnt unter Aufsicht in Räumlichkeiten der Hochschule geschrieben. Identität und Berechtigung der Prüflinge müssen sichergestellt sein. Die technischen Komponenten müssen ausfallsicher ausgelegt sein und Möglichkeiten der Täuschung ausschließen. Die geschriebenen Klausuren müssen sicher vor Veränderung mehrere Jahre aufbewahrt werden. Auf Anfrage muss den Prüflingen Einsicht in die Antworten und die Auswertung gewährt werden können.
Es existieren verschiedene technische Lösungen für die Durchführung von E-Klausuren. Kommerzielle Lösungen bieten häufig zahlreiche Funktionen und meist einen umfangreichen Service. Open Source Lösungen können hingegen an spezifische Anforderungen angepasst und vom Funktionsumfang individuell erweitert werden. An verschiedenen Hochschulen im deutschsprachigen Raum werden bereits seit längerem E-Klausuren erprobt und schrittweise in den Institutionen etabliert.
Dieses Dokument dokumentiert die Didaktik, Technik, Systeme, Recht und Praxis von E-Klausuren an Hochschulen. Ein angegliedertes E-Klausur Wiki bietet zusätzlich Aktualisierungen und weiterführende Informationen zu diesem sich rasant entwickelnden Themengebiet.

Viele Teile dieses Dokumentes wurden auch in das E-Klausuren-Wiki übernommen.

Tagungen und Call for Papers in “Medical Education”

Nachdem edublogs sich jetzt wohl wieder zu funktionieren bequemt, möchte ich die Gelegenheit wahrnehmen, auf ein paar anstehende Tagungen im Feld “Medical Education” und die damit verbundenen Call-for-Paper hinzuweisen.

Das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik veranstaltet am 14. und 15. Mai 2009 in Hannover im Rahmen der gmds einen Workshop zum Thema “Rechtsfragen des E-Learning”. Janine Horn und Till Kreutzer stehen bereits für die Hauptvorträge im Programm. Bis zum 8. März 2009 können noch Abstracts für eigene Beiträge eingereicht werden. 

Vom 29. August bis 2. September 2009 findet die diesjährige AMEE-Conference in Malaga (E) statt. Weltweit zieht diese Tagung Interessierte aus der Medical Education an und ist Forum für Informations- und Erfahrungsaustausch sowie Start vieler internationaler Kooperationen. Die Deadline zur Abstracteinreichung endet am 13. März 2009. Auch dieses Jahr wird es einen ViEW-Precongress Workshop am 30. August geben. Diesmal werden wir uns mit “Teaching Veterinary Professionalism” auseinandersetzen.

Als deutschsprachiges Pendant wird vom 8. bis 10. Oktober 2009 die GMA-Tagung in Freiburg ausgerichtet. Einsendschluss für die Beiträge ist der 15. Mai 2009. Der Tiermedizinworkshop ist diesmal als Postcongress-Workshop am 10. Oktober eingeplant. Dieses Jahr wird in diesem Rahmen das 4. eLearning-Symposium der deutschsprachigen, tiermedizinischen Bildungsstätten abgehalten. Beiträge aus dem Bereich eLearning sind daher willkommen. Bei der Abstracteinreichung sollte im Titel vermerkt werden, dass der Beitrag für den Tiermedizin-Workshop eingeplant werden soll. 

Probeklausur “Bildanalyse”

Codiplan hat uns für die elektronischen Prüfungen den neuen Fragentyp ”Bildanalyse” entwickelt. Bevor wir diesen bei den Studierenden einsetzen, wollen wir Erfahrungen mit der notwendigen Rasterung der Bilder und dem Auswertemechanismus sammeln. Daher schreiben wir am 12.Januar um 17.30h in der MHH (Hörsaal F) eine Probeklausur. Ich wäre allen  Angehörigen der TiHo für eine möglichst zahlreiche Teilnahme dankbar, damit wir eine ausreichend große Datenmenge erheben können.

Sehr geehrte Damen und Herren,
viele von Ihnen kennen das elektronische Klausuren- und Evaluationssystem Q[kju:] bereits und haben mit diesem System schon bei der Vorbereitung ihrer Prüfungen gearbeitet.
In enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Tierärztlichen Hochschule Hannover und der Medizinischen Hochschule Hannover wurde ein weiterer Klausurfragentyp, die Bildanalyse, entwickelt. Gemeinsam mit Ihnen und Ihren Kollegen möchten wir Ihnen diesen neuen Fragentypen innerhalb einer “Test-Klausur” vorstellen und dannach mit Ihnen gemeinsam Verbesserungen dieses Fragentypes und Möglichkeiten der Auswertung erarbeiten. 
Aus diesem Grunde wir Sie zu einer ”Test-Klausur” am
Montag 12.Januar 2009, von 17.30 – 19.00 Uhr, in den Hörsaal F der Medizinischen Hochschule Hannover ein.
Im Anschluss werden die bislang vorliegenden Evaluationsergebnisse des Studienjahres 2007/2008 für die einzelnen Lehrveranstaltungen von Herrn Dr. Jan Ehlers von der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover und Herrn PD Dr. Volkhard Fischer von der Medizinischen Hochschule Hannover dargestellt werden.
Wir freuen uns darauf, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu können, und hoffen auf zahlreiche Teilnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Möbs, Codiplan GmbH

Hilfestellungen zu eAssessment

Gerade bin ich im E-Assessment-Blog auf “Surf up“, einen online-Kurs zur Mitarbeiterfortbildung über elektronisches Prüfen, und weitere online-Materialien zu eAssessment gestoßen. Dabei fiel mir auch gleich wieder ein, dass ich hier seit Wochen auf den “Guide to Assessment Methods in Veterinary Medicine” hinweisen möchte. Er bildet sehr umfassend tiermedizinisches Prüfen ab. Etwas ähnliches bereiten wir deutschsprachig für elektronische Prüfungen gerade vor.

Im Moment sitzen wir an der Analyse unserer elektronische Klausuren. Normalerweise muss diese Itemanalyse sehr aufwändig mit SPSS durchgeführt werden, doch dank der Digitalen Bibliothek Thüringen ist dies nun auch schon mit Excel möglich.

Eine unabdingbare Prozedur bei der Konstruktion eines standardisierten Tests ist die Item- und Testanalyse. Unsere Erfahrungen besagen, dass viele Testautoren lediglich die von SPSS angebotene Güteüberprüfung eines Tests mit dem Analysekennwert Cronbach’s Alpha nutzen. Damit ist zwar eine wichtige Aussage zur Homogenität der getesteten Items gegeben, weitere unverzichtbare Aussagen bleiben so jedoch unbeachtet. 
Das hier herunterladbare mit VBA für Excel geschriebene Programm ermöglicht auf einfachstem Wege die Berechnung der Itemparameter Schwierigkeit und Trennschärfe, sowie der internen Konsistenz der Gesamtskala bzw. der einzelnen Subskalen nach dem Modell Alpha. 

17.12.2008: Forum ProLehre

Gerade habe ich bei eTeaching.org erfahren, dass der Servicecenter Lehre der Universität Kassel am 17.11.2008 von 9 bis 14.30 Uhr eine Veranstaltung zum Thema “Prüfen: Bologna gestalten” anbietet. Hierbei wird eAssessment ein wichtiges Thema sein. 

Wer die Reise nach Kassel zeitlich nicht schafft, muss sich nicht grämen, da die Veranstaltung auch live übertragen wird. 

Das Programm:

9.00 Uhr Eröffnung Prof. Dr. Alexander Roßnagel Vizepräsident Universität Kassel

9.15 Uhr Vorstellung Servicecenter Lehre Dr. Christiane Borchard, Leiterin

9.30 Uhr E-Assessments: Quantitative Bewältigungsstrategien oder qualitatives Entwicklungspotenzial der Hochschullehre Prof. Dr. Karsten Wolf, Universität Bremen

10.30 Uhr Kaffeepause

11.00 Uhr Prüfen: Bologna gestalten - Beiträge aus der Praxis der Universität Kassel

  • Prüfen vor dem Hintergrund von Bologna Helga Boemans, Abt. Studium und Lehre,Carsten Schwenk, Justiziariat
  • Selbstgesteuertes Lernen und Prüfen in mathematischen Online-Lernszenarien Prof. Dr. Rolf Biehler, Pascal Fischer, Thomas Wassong, FB 17 (Mathematik)
  • Studienbegleitende Prüfungen im Rahmen einer Massenveranstaltung Prof. Dr. Jürgen Freimann, FB 07 (BWL)
  • Portfolio – ein Konzept zum Dokumentieren (und Prüfen) von Studienleistungen Dr. Dirk Stederoth, FB 01 (Philosophie)

12.45 – 14.30 Uhr Mittagsimbiss und Projektmarkt - Präsentationen der E-learning Projekte

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