Frist der GdF-Ausschreibung läuft ab

Die Gesellschaft der Freunde der Tierärztlichen Hochschule Hannover e.V. hat auch in diesem Jahr eine mit € 10.000,- dotierte Ausschreibung für die Erstellung von CASUS-Fällen für die tiermdizinische Aus- und Fortbildung veröffentlicht.

Bewerben können sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Tierärztliche Hochschule. Einzureichen sind nur ein Kurzkonzept und ein Lebenslauf. Die Frist für die Einreichung läuft allerdings bereits am 1. September ab. Für Hilfstellung bei der Konzept- oder später auch Fallentwicklung steht die eLearning-Beratung den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zur Seite.

Buch: Peer-to-peer eLearning

Es ist geschafft. Ich habe meine Masterarbeit beim Diplomica Verlag als Buch veröffentlicht. Unter dem Titel “Peer-to-peer Learning in der tiermedizinischen Lehre” ist es jetzt im Buchhandel erhältlich. 

Es setzt sich mit fallbasiertem eLearning in der tiermedizinischen Aus- und Fortbildung auseinander. Beschrieben werden die Erfahrungen an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover mit einem Wahlpflichtfach, in dem Studierende für Studierende Lernfälle mit CASUS erstellen. Interviews mit Dozierenden und Tutoren sowie eine Befragung der Studierenden zeigt auf, welche Vorteile eine solche Fallerstellung für alle Beteiligten hat.

Ich kann nicht bestreiten, dass es ein besonderes Gefühl ist, das Ergebnis der eigenen Arbeit so gedruckt in den Händen zu halten.

CASUS-Test

An der TiHo nutzen wir das fallbasierte eLearning-System CASUS bereits seit einigen Jahren als Ergänzung zu den Präsenzveranstaltungen. Die Fälle werden von über 70% der Studierenden auf freiwilliger Basis genutzt.

In ihrer Dissertation soll Bianca Stock mehrere CASUS-Fälle zur “Neonatalen Diarrhoe beim Kalb” erstellen und diese auf ihren Nutzen für die Aus- und Fortbildung untersuchen. Bis jetzt haben 48 Tierärztinnen und Tierärzte einen Testfall bearbeitet und anhand der Lernziele ihren “subjektiven Lernerfolg” beschrieben.

Am Mittwoch sollte der Test mit Studierenden zusätzliche objektive Ergebnisse bringen. Auf freiwilliger Basis nahmen 66 Studierende an dem Vorhaben teil. Sie wurden in drei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe bekam eine Vorlesung zu dem Thema, die zweite erlernte das Thema an einem CASUS-Fall und die dritte kam in den Genuss von beiden Möglichkeiten der Wissensvermittlung. Durch einen Prä- und Post-Test zu den Lernzielen sollte der Erfolg untersucht werden. Außerdem wurden die Studierenden zu ihrer Meinung über die Unterrichtsmethoden befragt.

Es muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass wir es dem CASUS-Fall sehr schwer gemacht haben, in dem wir einen der begnadesten Dozenten für die Vorlesung ausgewählt haben, der in seinem Vortrag explizit auf die Lernziele eingegangen ist und sich damit an die Idealform der Vorlesung gehalten hat. Die Ergebnisse sind bisher noch in der Auswertung, aber wir konnten auf jeden Fall schon festellen, dass alle gut mit der Technik klargekommen sind und dass es ihnen viel Spaß gemacht hat.