Serious Game: WolfQuest

Wolfquest

Muss man Ressourcen, die bereits bei ehrensenf vorgestellt wurden, überhaupt noch erwähnen oder gehren die schon zum Allgemeingut?

Im Rahmen der Vorstellung von serious games hatte Peter letzten Sommer Sharkrunners vom Discovery Channel in seinem Blog beschrieben. Wegen urlaubsbedingten Real-Meer-Erlebnissen bin ich hier nicht weiter darauf eingegangen, obwohl es vielleicht auch tiermedizinisches Interesse gefunden hätte.

Dieses Versäumnis mache ich jetzt mit diesem Posting hoffentlich wieder gut, in dem ich WolfsQuest vorstelle. Herausgegeben vom Minnesota Zoo soll es in verschiedenen (nach und nach veröffentlichten) Episoden das Verständnis für Wölfe fördern. Allein oder online im Multiplayer-Mode kann man hierbei in die Rolle eines Wolfes schlüpfen, soziale Interaktionen üben und “in der Wildnis überleben”.

Natürlich wird hier nicht 100%ig die Realität abgebildet, aber es ist allemal besser, als Moorhühner abzuschießen…

Elchjagd

Pandas in virtuellen Welten

Am Freitag haben wir die (hoffentlich) letzten Klausuren im Masterstudium hinter uns gebracht. Nachdem am Samstag dann die Masterarbeiten und mündlichen Prüfungen besprochen waren, konnten wir an einem semesterübergeifenden Seminar “Lernen in virtuellen Welten” teilnehmen.

 P A N F U

Tanja Adamus und Nadine Ojstersek haben uns erst in Vorträgen die verschiedenen MUVEs (Multi-user virtuell enviroments) sowie deren Nutzergruppen, Nutzungsarten und Lernpotentiale vorgestellt. Die Vorträge werden hier wohl noch online gestellt.

In einzelnen Gruppen haben wir dann einzelne Welten auf Herz und Nieren überprüft. Ich hatte das große Glück, mit Roland Fischer, André Lenich, Thomas Stierli Caspar Noetzli, David Zöllner und Stanley Schwab in einer Gruppe zu sein. Von There haben wir uns schnell verabschiedet, da es wie ein SecondLife Abklatsch mit eingeschränkten Funktionen erscheint. Statt dessen haben wir uns ausgiebigst mit Panfu beschäftigt, einer virtuellen Welt für Kinder, in der alle Nutzer als Pandas erscheinen.

Nachdem ich in dem Seminar gestern noch dachte, das wäre alles zu niedlich und würde vor allem meinem Sohn nicht gefallen (keine Pokémons!), wurde ich heute eines besseren belehrt. Zusammen mit Janna und Finn bin ich heute nochmal durch diese Welt gegangen. Und sie hatten riesigen Spaß. Innerhalb kürzester Zeit wurden eCards verschickt und Freundschaften geschlossen, die Welt erkundet und Spiele gespielt sowie große Wasserbombenschlachten angezettelt. Und tatsächlich haben sie auch etwas gelernt: den Umgang mit Maus und Tastatur geübt, in virtuellen Welten navigiert, kommuniziert, geschrieben und gelesen sowie über die anderen Pandas nachgedacht (da waren die Funktionen wieder: situativ, reflexiv, sozial, biografisch…).

Spiele in Panfu   Finns Freundesausbeute nach 15 Minuten

Fazit: Ich hoffe, dass wir solche Seminare noch öfter machen. Und damit der Nutzen nicht rein privat ist, werde ich mich in nächster Zeit mal auf die Suche nach (tier)medizinischen Darstellungen in Second Life machen. 

Medienkompetenz

Bei den Kindergärtnerinnen und Lehrern meiner Kinder bin ich bestimmt schon verrufen, da ich ihnen während der Bloglektüre immer wieder Links zur Förderung von Medienkompetenz bei Kindern schicke. Nun wähle ich die weniger aufdringliche Methode und setze die Links statt dessen in mein Blog. Unter anderem auch durch André inspiriert, der sich mit diesem Thema wohl in seiner Masterarbeit auseinandersetzen wird. Viele Anregungen finde ich bei Thomas Stierli und Patricia Koell.

Meine Lieblingsprojekte zur Zeit  sind:

Elternabend zur Medienkompetenz in Kindergarten und Schule. Wenn ich mir die durchweg hohe Ausrüstung der Zweitklässler mit elektronischen Gadgets (Gameboy, DS, Handy, Wii, Playstation, Internet…) und die große Affinität zum Fernsehen anschaue, scheint es mir durchaus sinnvoll, dass sich Eltern und Lehrer austauschen und ihre eigenen Kompetenzen kombinieren.

Mit der Netzzeitung können Schulklassen eigene Artikel im Look-and-Feel von richtigen Zeitungen (z.B. SZ oder TAZ) erstellen. Damit können sie Medienarbeit üben und ihr Ergebnis richtig verteilen.

Noch weiter geht JAM (Jugendliche als Medienforscher). Im Sinne des forschenden Lernens entwickeln Schüler hier selbst Unterrichtsmaterialien zu den Medien Fernsehen, Handy, Computerspiele und Medien. 

Es ist faszinierend, wie sich der bewahrpädagogische Ansatz in vielen Projekten zu einer frühen Förderung der Medienkompetenz gewandelt hat. Nun ist es wohl an uns Älteren, nachzuziehen.