eDay 2009

Am Samstag (22.08) findet an der Universität Duisburg Essen der jährliche eDay statt. Hier werden die Studierenden des Masterstudiengangs “Educational Media” ihre Medienprojekte vorstellen. Außerdem wird es folgende Keynotes geben:

  • M. Kerres: Personal Learning Environments
  • T. Kreutzer: E-Learning im Lichte von Urheber- und Persönlichkeitsrecht
  • A. Hollstein: Enterprise 2.0
  • S. Jozwiak: Einsatz digitaler Spiele in Betreuungseinrichtungen für Senioren

Für alle, denen es so geht wie mir, dass sie nicht persönlich am eDay teilnehmen können, werden alle Vorträge auch live im web übertragen.

Online Prüfen

Im Rahmen der Connect-Klausur des Masterstudiengangs “Educational Media” haben wir erstmalig die Online-Version von Q[kju:] getestet. Im Rahmen der online verteilten Klausur konnten sich die Studierenden von Zuhause anmelden und die MC-Klausur (TypApos) bearbeiten. Es hat alles gut geklappt. Die Akzeptanz war hoch und die Schwelle zur Teilnahme niedrig.

Dieser erfolgreiche Versuch bedeutet für die TiHo, dass wir kleine Gruppen (z.B. Wiederholungsprüfungen) nicht mehr mit den gemieteten Tabletts im Hörsaal schreiben müssen, sondern dies im eigenen CIP-Pool durchführen können.

Wer das System mal ausprobieren möchte, findet HIER eine Demoversion (CAVE: das rheinländische System prüft hier “eingeborenes Wissen” ab).

Wie ich gerade gesehen habe, stößt das System auch an der CAU Kiel auf großes Interesse ;-)

Buch: Peer-to-peer eLearning

Es ist geschafft. Ich habe meine Masterarbeit beim Diplomica Verlag als Buch veröffentlicht. Unter dem Titel “Peer-to-peer Learning in der tiermedizinischen Lehre” ist es jetzt im Buchhandel erhältlich. 

Es setzt sich mit fallbasiertem eLearning in der tiermedizinischen Aus- und Fortbildung auseinander. Beschrieben werden die Erfahrungen an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover mit einem Wahlpflichtfach, in dem Studierende für Studierende Lernfälle mit CASUS erstellen. Interviews mit Dozierenden und Tutoren sowie eine Befragung der Studierenden zeigt auf, welche Vorteile eine solche Fallerstellung für alle Beteiligten hat.

Ich kann nicht bestreiten, dass es ein besonderes Gefühl ist, das Ergebnis der eigenen Arbeit so gedruckt in den Händen zu halten.

Us Now – Konnektivismus in Gesellschaft und Politik?

Durch netzpolitik.org bin ich auf die Dokumentation Us Now gestoßen. Zur Zeit ist ja die Diskussion groß, ob soziale Netzwerke das Leben bereichern oder gar zu “no life” führen.

 

Us Now from Banyak Films on Vimeo.

In den ersten 40 Minuten setzt sich die Dokumentation mit funktionierenden Netzwerken der elektronischen Informationsgesellschaft auseinander. Hier zeigt sich der große Zulauf und und immense Nutzen für die Teilnehmer. Vorgestellt werden Eltern in Mumsnet, Reisende, die durch couchsurfing einen Übernachtungsplatz und neue reale Kontakte haben, die Durchsetzungsfähigkeit von open source Initiativen wie Linux und das Beispiel von Ebbsfield United, der Fußballmannschaft, die von den Mitgliedern gecoacht und bis nach Wembley gebracht wurde. Ein Erfolg, der bei dem deutschen Pendant Fortuna Köln noch aussteht. 

Dieser Übergang vom “Nutzer” zum Produzenten in einer Gesellschaft, in der jeder irgendwie erreichbar ist, enstpricht in seinen Grundzügen der Lerntheorie des Konnektivismus. Hier findet durch die Netzwerke die “Integration des Kunden” statt. Auch wirtschaftliche Beispiele, wie Slice the Pie, wo Musikfans per Netzwerk neue Band selbst produzieren, oder zopa, wo Netzwerke Banken ersetzen sollen, werden beschrieben.

Die letzten 20 Minuten versuchen nun, dieses Prinzip auf die Politik und Regierungen zu übertragen. Ist dies überhaupt möglich, dass Demokratie mehr ist, als alle vier Jahre zu wählen? Unter dem Schlagwort Goverment 2.0 werden erste Erfolge von Online-Campaigns (The Point) oder das Beispiel der Grünen in Kanada, die ihr Parteiprogramm kollaborativ in einem Wiki entwickelt haben, vorgestellt. Ähnliche Ansätze gibt es ja auch bei uns mit Abgeordnetenwatch oder den ePetitionen. Natürlich soll es nicht auf reine DIY-Länder hinauslaufen, aber es bietet eine Chance, die Bürger bei aller Politikverdrossenheit und rückläufigen Mitgliederzahlen in den Parteien stärker in die politische Entscheidungsfindung zu integrieren.

Es ist auf jeden Fall ein lohnender Film. Bei dem regnerischen Wetter heute ideal um mit einer Tasse Kaffee (meinetwegen auch Tee) in der Hand mal eine Stunde lang unterhalten und zum Nachdenken angeregt zu werden.

Mein Studienfreund André setzt sich in seinem Blog heute zufälligerweise auch mit dem Thema Konnektivismus als Lerntheorie auseinander. 

Der Zwang zu bloggen…

Da ich seit kurzem eine Lerngruppe im Studiengang “Educational Media” betreue, werde ich wieder an den “Zwang zu bloggen” erinnert, der alle Studierenden dort trifft. Ob man will oder nicht, Selbstreflektion ist angesagt. Meiner Erfahrung nach, gibt die Hälfte der Studierenden gleich nach Beendigung der Aufgaben das Bloggen wieder auf, während die andere Hälfte infiziert ist und kräftig weiterschreibt.

Durch Katrin bin ich auf den Kurs für Bibliothekare gestoßen, der sich 13 Dinge nennt und den Einsatz von web 2.0 Techniken wie Blogs und Wikis vermittelt. Fast zeitgleich habe ich bei D21 über teacherfirst.com gelesen. Dort wird der Einsatz von Blogs in Schule und Unterricht thematisiert.

Ich bin gespannt wie sich das Bloggen in meiner Gruppe entwickelt und hoffe, dass die eine oder der andere Gefallen daran findet. Teilweise gibt es dort schon Blogs, die weit über das eigentliche Studium hinausgehen, wie z.B. bei Verena oder Markus

Neue Lerngruppe: 8ter-Kiste

Nachdem ich im letzten Jahr im Masterstudiengang “Educational Media” bereits als Fachtutor tätig werden durfte, habe ich am Wochenende nun eine eigene Lerngruppe übernommen. Die Nachfrage für den Masterstudiengang und den Zertifikatslehrgang war dieses Semester besonders groß, sodass die einzelnen Gruppen diesmal acht Teilnehmer haben.

Die Namensgebung fand traditionsbewusst im Schacht 4/8 statt. Damit stand nach intensivem Studium der Bierdeckel 8er-Kiste als neue Gruppenbezeichnung fest. Passend zum eigenen Studienverlauf habe ich die Gruppe übernommen, die Formalitäten kritisch hinterfragt. So gefällt mir das. Ich freue mich schon, mit einer wirklich bunt gemischten Gruppe die Mediendidaktik zu ergründen und an die jeweiligen beruflichen Kontexte anpassen zu können. Das werden bestimmt spannende zwei Jahre.

In der ersten Phase geht es nun darum, sich in die Technik der online-meetings einzuarbeiten und eigene Weblogs zu erstellen, in denen der Studienverlauf reflektiert wird. Ein Blick heute morgen in den Online-Campus hat schon gezeigt, wie motiviert alle sind. Fast alle haben schon vorbeigeschaut und erste Postings hinterlassen.

Dazu auch die Gedanken von Michael Kerres.

 

Google Apps an Hochschulen?

Während anderswo noch diskutiert wird, ob Google nun gut oder böse ist, hat die Universität Duisburg-Essen ein Zeichen gesetzt und die Google Applikationen für die Universitäts-eMail-Adressen freigeschaltet. Damit können die Universitätsangehörigen über eine Google-Seite mit UDE-Design Mails abrufen, Dokumente bearbeiten, Termine verwalten, Webseiten erstellen, chatten undsich eine eigene Startseite einrichten.

Wenn ich mir anschaue, was für ein Wirrwarr an unterschiedlichen Programmen zur Mail- und Terminverwaltung sonst oft an einer Hochschulde zu finden ist, ist dies vielleicht der richtige Weg. 

LdL-Blogparade: Peer-to-peer education mit CASUS

Md-C veranstaltet heute eine Blogparade zum Thema “Lernen durch Lehren”, was ich zum Anlass nehmen will, von meiner Masterarbeit zu berichten, die sich mit dem Thema “Peer-to-peer education” auseinandersetzte.

Seit mehreren Jahren bieten wir an der TiHo Wahlpflichtfächer an, in denen Studierenden in Gruppen von 4-6 CASUS-Lernfälle für ihre Kommilitonen erstellen. Angeboten wurden diese Kurse bisher von der Pferdeklinik, der Rinderklinik und dem Mikrobiologischen Institut.

Der Ablauf der Kurse ist stets sehr ähnlich. Zunächst erfolgen Einführungen in CASUS, Didaktik, EBM, Literaturrecherche und Befunddokumentation sowie Bild- und Videobearbeitung. Die Studierendengruppen bekommen dann ihre Patienten bzw. Fälle zugeordnet. Sie teilen die Themen ein, bereiten sie vor und halten darüber Kurzreferate (3 min!) vor allen Kursteilnehmern. Das ähnelt sehr den PBL-Kursen. Parallel untersuchen und dokumentieren sie ihren Patienten und schreiben dann einen CASUS-Fall dazu. Die Tutoren unterstützen sie dabei inhaltlich, technisch und didaktisch.

Um den Kurs beurteilen zu können, wurden 11 CASUS-Autoren und 6 Tutoren qualitativ befragt und die Meinung von 42 Studierenden quantitativ erfasst.

Dabei stellte sich heraus, dass der Kurs nicht wie erhofft eine Zeitersparnis für die Dozenten bei der Fallerstellung darstellte, sondern eher einen Mehraufwand. Trotzdem zeigten sich für alle Beteiligten sehr große Vorteile. Die fallerstellenden Studierenden hatten einen sehr großen Wissenszuwachs durch das eigene Lehren, die Institute durch steigende Reputation und neue Lehrmaterialien, die fallbenutzenden Studierenden durch genau auf sie zugeschnittene Fälle und die Tutoren durch neue Impulse für ihre Lehre und qualitativ hochwertige Fälle.

Für uns hat sich gezeigt, dass der Lernerfolg und die Motivation deutlich höher war, wenn die Studierenden lernen, um das Wissen im Sinne von LdL wieder an Kommilitonen weiterzugeben. Es wird viel mehr diskutiert, was wirklich wichtig ist und wie dieses vermittelt werden kann.

Im Sommersemster bieten wir diesen Kurs erstmalig im Bereich “Lebensmittelqualität und -sicherheit” an.

Ehlers Amee08 

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Nochmal Twitter


Ich hatte neulich schon mal über Twitter und die Verbindung zu Facebook geschrieben und eine kurze Diskussion mit Peter Weiland über Sinn und Unsinn von Mikrobblogs geführt.

Während ich mir noch vorgenommen habe, dieses Jahr vermehrt live-blogging von Tagungen zu versuchen, zeigt sich bei Twitter eine gewisse Kommunikationskultur zwischen den Followers. So werden Netzwerke durch direkte Kommentare aufgebaut und gestärkt. Als ich das gestern meiner Frau zeigte, sagte sie nur. Lustig, wie sms nur ganz öffentlich. Und das trifft es wohl ganz gut.

Einen Blog kann und wird Twitter nicht ersetzen, wie Michael Kerres gerade sehr gut dargelegt hat. Aber es stärkt wohl die Vernetzung und führt auch vermehrt zu den ausführlichen Blogs hin.

To follow me: http://twitter.com/multiermedia

 

EDIT: Kaum hatte ich dies losgeschickt, da finde ich in Martin Ebners E-Learning-Blog einen sehr interessanten Eintrag über Twitter und die Netzwerkbildung mit “Followers and Friends”

Frohe Weihnachten!

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