Der Zwang zu bloggen…

Da ich seit kurzem eine Lerngruppe im Studiengang “Educational Media” betreue, werde ich wieder an den “Zwang zu bloggen” erinnert, der alle Studierenden dort trifft. Ob man will oder nicht, Selbstreflektion ist angesagt. Meiner Erfahrung nach, gibt die Hälfte der Studierenden gleich nach Beendigung der Aufgaben das Bloggen wieder auf, während die andere Hälfte infiziert ist und kräftig weiterschreibt.

Durch Katrin bin ich auf den Kurs für Bibliothekare gestoßen, der sich 13 Dinge nennt und den Einsatz von web 2.0 Techniken wie Blogs und Wikis vermittelt. Fast zeitgleich habe ich bei D21 über teacherfirst.com gelesen. Dort wird der Einsatz von Blogs in Schule und Unterricht thematisiert.

Ich bin gespannt wie sich das Bloggen in meiner Gruppe entwickelt und hoffe, dass die eine oder der andere Gefallen daran findet. Teilweise gibt es dort schon Blogs, die weit über das eigentliche Studium hinausgehen, wie z.B. bei Verena oder Markus

Reakkreditierung “edu media”

Heute durfte ich an der Universität Duisburg-Essen bei der Reakkreditierung des Masterstudienganges “Educational Media” die Studierenden- bzw. Alumnisicht vertreten. Studierende und Alumni waren zum Teil aus Deutschland und Österreich angereist, andere waren über Adobe Connect verbunden (was erst gegen Ende der Interviews wirklich funktionierte). Auf jeden Fall zeigt das doch mal die Verbundenheit zu einem online-Weiterbildungsgang.

Die von der AQAS beauftragten Gutachter befragten uns gut eineinhalb Stunden zu den Vorzügen hauptsächlich zu den Nachteilen des Studiums und Verbesserungsmöglichkeiten. O-Ton: “Wissen Sie, gutes nehmen wir zur Kenntnis, können es aber im Bericht nicht schreiben, wir suchen die Schwachstellen”. Hmm. Wirkliche Schwachstellen (außer den Studienbriefen zu den technischen Grundlagen ;-) ), die noch nicht mit den Tutoren direkt abgesprochen worden waren, gab es eigentlich nicht zu berichten.

Es war aber sehr angenehm, in diesem Zusammenhang die Tutoren und Kommilitonen mal wieder zu sehen, wenn auch einige nur per Foto im Connect, und ich hoffe, dass der Studiengang ohne unsinnige großartige Auflagen reakkreditiert wird.

Nachtrag: Masterstudiengang “educational media”

Nach dem ich im Sommer meinen Masterstudiengang abgeschlossen habe, durfte ich nun an dem Podcastprojekt dazu teilnehmen und nochmal meine Meinung sagen. Da fühlt man sich natürlich geehrt…

Das gesprochene Wort ist da natürlich lange nicht so überlegt, wie geschriebene Sätze, und durch die Dokumentation auch nicht so flüchtig, aber ich glaube, dass ich auch die Meinung meiner Lerngruppe wiedergeben konnte. 

EDUPUNK-Philosophy

Gefunden habe ich diese Beschreibung der Freigabe von Informationen über edupunk.org. Eine schöne Slideshare-Präsentation zu EduPunk findet sich auch im eLearning-Blog der TU Graz. Da diese “do-it-yourself attitude” im deutschsprachigen Wikipedia noch nicht angekommen ist, muss für Definitionen noch die englische herhalten. 

Fussball und Lehre

Die EM neigt sich (hoffentlich für uns erfolgreich) dem Ende zu. Im Moment türmen sich die Ereignisse und schränken daher auch das Bloggen ein: die Masterarbeit muss nächste Woche abgegeben werden, unser EFRE-Projekt ist endlich gestartet und gestern war nun das Richtfest für die neuen Kliniken der TiHo.

Aber im Rahmen unseres EM-Tippspiels habe ich etwas von Britta Voss gelesen, dass ich hier gerne weiterverbeiten möchte. “Standardsituationen” eine Publikation der Universität Zürich, die universitäre Lehrveranstaltungen als Fussballspiel beschreibt. Na, wenn das keine Vorbereitung auf das Finale und den Tag danach ist…

Frohes neues Jahr!

(Zählung seit 09/07)

Allen Lesern des Blogs wünsche ich ein frohes, gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2008. OK, das Jahr ist schon etwas abgenutzt, aber die zwei Wochen Urlaub über die Feiertage haben für eine gewisse Blogabstinenz gesorgt (gewisse, da die Kinder wieder zu bloggen begonnen haben).

Aber nun ist das Jahr wieder voll in Schwung und einiges steht gleich an. Von der EAEVE-Evaluierung, über die Klausuren bei edumedia, AMEE-Deadline und LLP-Meeting bis hin zum DINI-Workshop. Zusätzlich neigt sich das Semseter dem Ende zu, sodass im CASUS-Wahlpflichtfach die Fälle abgeschlossen werden müssen. Schluss also mit der Zeit der Reflexion und mit Schmackes in neue Aufgaben…

Was ist denn nun dieses web 3.0?

Nachdem wir uns gerade an den Einsatz von Techniken des web2.0 gewöhnt haben, tauchen in immer mehr Vorträgen und Publikationen Hinweise auf das web3.0 auf. Damit soll alles besser werden….

Noch ist es aber nicht da, dieses web 3.0. Man ist sich auch noch gar nicht ganz einig, was es denn sein soll. Der Spiegel befürchtet ein Bezahlnetz, dass viele Errungenschaften des web2.0 wieder vernichtet. Andere freuen sich auf ein Internet in 3D.

Keine Panik vor zu vielen Definitionen, für die meisten ist das web3.0 ein semantisches Netz. Damit werden Inhalte und Autoren verstärkt zueinander in Beziehung gesetzt und eine weitere Bewertung der Inhalte ist möglich. Am besten wird das semantic web direkt von seinem Erfinder Tim Berners Lee erklärt (via Marco). Uns erwartet also eine Weiterentwicklung zu einem intelligenten antizipativen Netz.

Für die medizinische Aus- und Fortbildung werden bereits mögliche Fortschritte durch die verbesserte (Be)wertung von Internetinhalten proklamiert.

eduportable

Videoportal eduportable.com

André Lenich hat als Medienprojekt für den Masterstudiengang “educational media” ein Portal für Lehr- und Lernvideos gestaltet: eduportable.

Über dieses Portal können streaming videos, die bereits irgendwo im Netz liegen, abgerufen werden. Besonders komfortabel ist die Möglichkeit für jeden Benutzer, Videos zu taggen und zu bewerten sowie in Foren über sie zu diskutieren. Ähnlich wie bei Amazon werden den Nutzern direkt ähnliche Videos angeboten.

Das ist genau das, was wir für unsere OnLineLectures gesucht haben, die bisher nur ziemlich unkonfortable genutzt und durchsucht werden können. Nach und nach werde ich diese jetzt bei eduportable eintragen. Ich würde mich freuen, wenn alle an diesem Nutzer-zentrierten Portal teilnehmen und die Videos mit kategorisieren und bewerten.

R/Evolution der Information

Gesehen habe ich ihn gerade bei Marco, das Nachfolgevideo von “Web 2.0 … The machine is Us/ing Us“.

Wird uns hiermit bereits der Weg zum Web 3.0 gewiesen? Auf jeden Fall wieder ein sehr beeindruckender Film, der die Betrachter etwas nachdenklicher zurücklässt.

Ist Second Life für ein Fernseminar notwendig?

Ich nehme die Frage aus meinem letzten SL-Eintrag noch einmal auf und versuche mich, wieder nach Peter, an einer Bewertung.

Ein genaues Protokoll der zweiten Sitzung kann man bei Stanley lesen. Diesmal hielt Michael Kerres zuerst einen Vortrag (ex cathedra) über web2.0, danach wurden wir in Gruppen eingeteilt, um einzelne Fragen in einem gemeinsamen google-Dokument zu bearbeiten und danach wieder in der Gesamtgruppe vorzustellen.

Dabei ging es mir wie Peter und Stan. Durch die virtuelle Welt fühlte ich mich sehr viel mehr involviert als bei einer Skype- oder netucate-Session. Man schaut seinen Gesprächspartner an und ist sich seiner Umgebung bewusst. Bei Skype-Sessions mache ich oft etwas anderes nebenher, bin also lange nicht so aufmerksam.

Der Vorteil von netucate ist natürlich, dass man das Dokument direkt vor sich hat. In SL hatten wir stets mehrere Fenster offen: SL, Slideshare (für die web2.0 Präsentation) und google-docs für das zu bearbeitende Dokument. Für diese kurzen Phasen fand ich das nicht weiter hinderlich, für langfristiges kollaboratives Arbeiten bevorzuge ich dann doch eine VirtualClassroom-Applikation.

Den Voice-Chat halte ich für einen riesigen Vorteil, den gab es bei meinem ersten, kläglichen SL-Versuch vor längerem noch nicht. Allerdings gab es bei einer Dreierkonferenz (unlösbare) Probleme. Da ist der Griff zu Skype schnell gemacht.

Für mich sind diese beiden Ausflüge in SL aber sehr positiv zu bewerten. Ich hatte mit mehr Widrigkeiten und Bandbreiten-Schwierigkeiten gerechnet. Ich werde versuchen mehr Treffen in SL zu realisieren und auch an Veranstaltungen anderer Unis teilzunehmen.

Wie stark diese Technik im kommen ist, zeigt sich u.a. an den Gerüchten, dass Google eine ähnliche virtuelle Welt mit Avataren auf der Grundlage von Google Earth aufbauen will.

 Hoffentlich dann mit besseren Möglichkeiten der Namensgestaltung, sagt mulTIERmedia Apfelbaum.

Ach ja, die Eingangsfrage möchte ja auch noch beantwortet werden:
NEIN, SL ist nicht notwendig für ein Fernseminar. Aber der Einsatz von SL verbessert m.E. Fernseminare deutlich und gibt ihnen eine persönlichere und integrierendere Note.

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