“E-Learning – die Sicht der Studierenden”

Auf e-teaching.org gibt es zur Zeit ein Special zum Thema “E-Learning – die Sicht der Studierenden“. Aus verschiedenen Perspektiven wird sich dabei u.a. mit den Themen auseinandergesetzt, ob es eine Net-Generation gibt, wie studentische eLearning-Projekte aussehen oder wie Lehrende und Lernende unterstützt werden können.

In Ringvorlesungen werden einzelne Themen online vorgestellt und können dann auch live diskutiert werden.

Auch die TiHo ist Teil dieses Specials. Wir durften in einem Podcast über Erfahrungen mit den “Peer-to-peer CASUS-Kursen” berichten.

eAssessment auf der Ideenexpo

Die TiHo ist auch dieses Jahr wieder mit einem Stand auf der Ideenexpo vertreten. Zusätzlich wurden wir gefragt, ob wir auf der Ideen-Expo-Bühne am Dienstag an der Veranstaltung “Neue Wege fürs…Lernen” über den Einsatz von eLearning berichten können. Um den Expertentalk etwas aufzulockern und auch tatsächlich etwas praktisches zu machen, haben wir anschließend mit den Schülerinnen und Schülern eine Klausur geschrieben. Natürlich keine schwierigen tiermeidzinischen Fragen, sondern einfach Fragen rund um das Studium und die TiHo. Das ganze als Multiple Choice oder Bildanalyse (z.B. “Klicke auf den Fußabdruck des Rindes”). Die Firma Codiplan, die auch bei uns die Klausuren technisch betreut, hat 80 Tablet-PCs mitgebracht, sodass wir einige der Teilnehmer einbinden konnten.

Tatsächlich haben wir es geschafft, das Interesse der Kids für eins der Expertenthemen zu wecken und hatten die Fläche vor der Bühne schnell wieder gefüllt (oft leert sich die Fläche, wenn nicht gerade die schrägen Professoren auftreten). Das Interesse war so groß, dass wir unseren Zeitslot voll ausnutzen mussten und die Klausur gleich zweimal geschrieben haben. Voller Eifer waren die Kinder und Jugendlichen dabei, möglichst viele Punkte zu erreichen, während sich einige Lehrer nach den Einsatzmöglichkeiten in der Schule erkundigt habe.

Der Einsatz der Geräte war problemlos und musste den Jugendlichen kaum erklärt werden, da der Umgang mit Computern für sie vollkommen selbstverständlich war. Es hat sich sowohl bei den Schülern als auch bei den Lehrern gezeigt, dass eAssessment nicht allein für Hochschulen und Firmen interessant ist, sondern auch in den schulischen Bereich vordringt.

Einladung und Call-for-Abstracts: DVG-Workshop “Didaktik und Kommunikation“

Im Rahmen des 55. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin vom 12. bis 15. November 2009 in Berlin veranstaltet der neu gegründete DVG-Arbeitskreis „Didaktik und Kommunikationskompetenz“ einen Workshop „ Didaktik und Kommunikation“.

Der Workshop wird am 12. November 2009 von 9 bis 17 Uhr abgehalten werden. Der Workshop wird sich zeitlich und thematisch in die zwei Bereiche Didaktik und Kommunikation teilen.

Eingeplant sind bisher zwei Impulsvorträge:

  • Jan P. Ehlers und A. Tipold (Hannover): Didaktik in der Tiermedizin
  • Joachim Lübbo Kleen (Krefeld): Kommunikationskompetenzen in der Tiermedizin

In weiteren Kurzvorträgen sollen Erfahrungen und Konzepte aus den Themenbereichen vorgestellt. Es isteinen starken Workshopcharakter mit kurzen Vorträgen und ausführlicher Diskussion geplant, damit sich dieser neue Arbeitskreis gut zusammenfinden kann. 

Abstracts für Vorträge (max. 1 DinA4-Seite) sind bis zum 15.07.2009 einzureichen (jan.ehlers(at)tiho-hannover.de). Nach einem Review wird dann über die endgültige Programmgestaltung informiert.

Auch mal holperig zum Ziel

Nachdem unser erster Versuch mit dem virtuellen Klassenraum von netucate so gut geklappt hat, hatten wir uns für gestern gleich etwas mehr vorgenommen. Die Abschlussdiskussion für das Wahlpflichtfach “Neuroimmunologie” sollte gleichzeitig im Hörsaal und im virtuellen Klassenraum stattfinden. Der organisatorische Aufwand war gleich ein anderer. Kurzfristig musste alles hinter bzw. um die Firewall der Klinik herum installiert werden. Videopräsentationen und Zuschaltung des Berner Dozenten waren geplant.

Und da gingen die Probleme dann los. Leider konnten wir Prof. Vandervelde wegen defektem Headset nicht zuschalten und gerade bei ihm ließ der Chat keine Eingabe zu. Also wichen wir hier zur ABsprache doch aufs Telefon aus. Trotzdem hatten wir bei der Veranstaltung 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 13 davon im virtuellen Klassenraum. Die Präsentation ging sehr gut. Im Hörsaal und Chat wurde viel über das Thema diskutiert, Fragen gestellt und Antworten gegeben. Soweit lief alles perfekt. Wir mussten allerdings einsehen, dass es nicht möglich ist, Videos mit 50MB allen online zu zeigen. Nächstes Mal fahren wir dann doch Qualität und Dateigröße wieder zurück. Leider hat uns alle nach gut einer Stunde der Server aus dem Klassenraum geworfen. Doch wir werten es mal als Zeichen der Qualität der Veranstaltung, dass sich 11 Teilnehmer sofort wieder angemeldet haben.

Es war etwas holperig, aber wir haben den Kurs erfolgreich durchgeführt. Wir konnten einiges lernen und erfahren, wie anstrengend es ist, zwei verschiedene Sorten Publikum parallel zu unterhalten. Wir sind natürlich gespannt auf die Ergebnisse der Evaluation, aber ich glaube, wir haben ein Format gefunden, in dem wir mit etwas Übung regelmäßiger unterrichten werden. Im nächsten Semester soll der Kurs dann mit drei Hochschulen stattfinden. Wir bereiten uns darauf vor…

GMA 2009: Call-for-abstracts

Vom 8. bis 10. Oktober findet in Freiburg die diesjährige GMA-Jahrestagung statt. Anstracts rund um die tier-, zahn- und humanmedizinische Ausbildungsforschung können bis zum 15. Mai 2009 über die Webseite eingereicht werden.

Der traditionelle Workshop Tiermedizin wird dieses Jahr am Samstag (10.10.09) als Postconference-Workshop ausgerichtet. Erstmalig wird innerhalb dieses Workshops das 4. eLearning-Symposium der deutschsprachigen veterinärmedizinischen Bildungsstätten durchgeführt. Abstracts für diese Veranstaltung sind bitte im Titel mit (WS Tiermedizin) zu kennzeichnen, denn sie unterliegen einem gesonderten Review.

Ziel des Workshops ist ein Austausch über die eLearning-Strategien, -Erfahrungen und -Projekte der einzelnen Bildungsstätten und die Etablierung einer Kooperation auf dem Gebiet elektronisch unterstützer Lehre und Prüfungen.

Wir hoffen auf zahlreiche Beitragseinreichungen und ebenso zahlreiche Teilnahme an dem Workshop. 

Die Plastikkuh

Das Lehren des Rektalisierens und der künstlichen Besamung in der Tiermedizin ist nicht ganz einfach, da es in der Kuh stattfindet und daher für den Lehrer schwierig ist, nachzuvollziehen, was die Studierenden gerade machen. Daher werden die ersten Schritte oft am Phantom mit Organen vom Schlachthof gemacht. Damit wird gut auf die Übungen am lebenden Tier vorbereitet und auch während dieser Zeit können Fragen immer wieder am Phantom geklärt werden.

Um diese Übungen noch wirkungsvoller zu gestalten, gibt es verschiedenen Ansätze. Wir diskutieren schon lange mit Sarah Baillie über ihre Haptic Cow, die es aber bisher leider nicht außerhalb von Großbrittanien zu erwerben gibt. 

Heute nun wurde in der Rinderklinik ein Phantom von Breed´n Betsy vorgestellt. Es simuliert Kühe und Stuten durch auswechselbare Becken, Organe und “Endplatte”. Geübt werden können Zyklusdiagnostik, Besamungen, Trächtigkeitsdiagnosen und auch Geburtshilfe. Nach Aussagen der Kliniker fühlt sich alles sehr realistisch an. In der Parallelität zum Unterricht am lebenden Patienten kann durch den Einsatz eines solchen Phantoms die Lehre bestimmt gefördert werden. 

eLearning-Wahlpflichtangebote an der TiHo

An der TiHo steht gerade die Wahl der Wahlpflichtfächer für das Sommersemester 2009 an. Neben den regulären eLearning-Angeboten werden diesmal einige Wahlpflichtfächer angeboten, was zum Teil auch mit dem VETlife-Projekt zusammenhängt.

Folgende Kurse stehen zur Wahl:

2151 “CASUS Neuroimmunologie” Bearbeitung von CASUS-Fällen, Virtual Classroom und Forendiskussion zusammen mit Studierenden aus Bern (Klinik für Kleintiere)

2201 “Pathophysiologie der neonatalen Diarrhoe” Blended Learning: CASUS-Fallbearbeitung und Seminar. (Klinik für Rinder)

2325 “Erstellung von CASUS-Fallberichten zum Thema Schlachttier- und Fleischuntersuchung beim Schwein” Peer-to-peer-education. Eigenständige Dokumentation, Recherche (EBM) und Fallerstellung. (Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit)

2624 “Erstellung von CASUS-Fällen zum Thema Tierseuchenbekämpfung” Peer-to-peer-education. Eigenständige Dokumentation, Recherche (EBM) und Fallerstellung. (Institut für Virologie)

Außerdem werden wir noch einen weiteren Kurs nachmelden:

1146 “eLearning: Kardiologische Popädeutik” Blended Learning: Selbstlernen mit WBT und praktisches Seminar. (Klinik für Kleintiere)

Bis jetzt wurden die eLearning-Kurse im sehr gut gebucht. Ich hoffe, das ist auch dieses Semester so. Auf jeden Fall nimmt das Angebot gut zu, konnten wir doch in den vorherigen Semestern jeweils höchstens zwei Kurse anbieten.

Ein Hörsaal voller Kinder…

Am 28. Januar war es wieder soweit. Die TiHo durfte eine Vorlesung der “KUH – Kinderuni Hannover” ausrichten. Während die anderen Hochschulen sich mit Tsunamis und Vulkanausbrüchen, der Stimme von Bibi-Blocksberg oder dem Energiesparen auseinandersetzten, ging es an der TiHo darum, woher eigentlich die Ferkel kommen. Den Vortrag hat Dagmar Waberski von der Reproduktionsmedizinischen Einheit der Kliniken gehalten und da die Kinder mit dem Feedback-System abstimmen konnten, war auch die eLearning-Beratung beteiligt. Fast bis zur letzten Minute haben wir an der Präsentation mit aufwendigen Videos und interaktiven Fragen gebastelt. Für mich war die Kinderuni eine gute Gelegenheit, Finn und Janna mal in den Hörsaal zu bringen.

 

Schon fast eine Stunde vor Vorlesungsbeginn stürmten die ersten Kinder das Gebäude der Pathologie und ließen sich ihre Studentenausweise am Einlass abstempeln. Dann wurden sie von den Eltern, Großeltern oder begleitenden Lehrern getrennt, denn der Zugang zum Hörsaal war nur Kindern gestattet. Die Begleiter mussten sich im Foyer oder dem Kursraum die Übertragung anschauen. Schnell war der Hörsaal brechend voll und die Stimmung riesig. Als für die Pressfotos das erste Ferkel hereingebracht wurde, war es fast schwer, die Kinder auf ihren Plätzen zu halten. 

Dann begann Dagmar Waberski mit ihrer Vorlesung. Umfassend konnten die kleinen Zuhörer in fast 45 Minuten lernen, warum es “Schwein gehabt” heißt, wie Schweine domestiziert wurden, wofür wir Schweine alles nutzen und wie die Besamung und Trächtigkeit abläuft.

Durch das Abstimmsystem konnten wir von den jungen Studierenden erfahren, dass sie vor allem Schnitzel mit Pommes lieben, sich nicht sicher sind, ob ein Mensch durchschnittlich 40kg oder 400kg Schweinefleisch im Jahr isst und dass auch über die Höchstferkelzahl pro Sau im Jahr Uneinigkeit herrscht (fein aufgeteilte Ergebnisse von 10-30 Ferkeln). Auch wenn wir nicht für jedes Kind ein Abstimmgerät vorhalten konnten, haben die sehr engagierten studentischen Hilfskräfte sie jedes Mal so neu verteilt, dass alle viel Spaß hatten.

Den Abschluss der Vorlesung brachte ein Film über eine Ferkelgeburt. Das beeindruckte unsere kleinen Gäste schon sehr, doch dann folgte der endgültige Höhepunkt. Eine Minipig-Sau mit sieben Ferkeln wurde in den Hörsaal gebracht.

 

Nun gab es kein Halten mehr. Alle Kinder wollten die Ferkel aus nächster Nähe sehen und am besten noch streicheln. Es folgte ein lustiges Gedränge, in dem es aber doch alle schafften, das “Lehrobjekt” zu berühren und mit dem Wunsch nach Hause zu gehen, selbst ein Schwein zu haben.

Ich glaube, ich habe vorher noch nie so viele glückliche und interessierte Kindergesichter gesehen. Solch eine Kinderuni ist wirklich eine tolle Idee. Im nächsten Semester werde ich wohl nicht nur zur Veranstaltung in der TiHo gehen müssen.

Innovative Lehrmethoden

Ein Juraprofessor rappt einen Paragraphen des BGB, so berichtet die Zeit. Das tut er wohl schon seit längerem, um Aufmerksamkeit und Verständnis bei seinen Studierenden zu verstärken, jetzt hat er die zehn Strophen aber auch noch professionell abmischen lassen und stellt sie online zur Verfügung. 

Die Diskussion zum Zeitartikel zeigt, dass solches Lehrengagement nicht ganz unumstritten ist und auf einige wohl albern wirkt. Ich finde es mutig und es gefällt mir. Spaß soll ja den lernvorgang unterstützen und Spaß haben die Jurastudierenden damit bestimmt. So lange nicht jeder Paragraph gerappt wird, sorgt diese Besonderheit für mehr Aufmerksamkeit und eine Motivationsspritze.

Medizinische Literatursuche mit Google?

Durch die Facebook-Gruppe “Blended Learning und Instruction” wurde ich heute eneut auf Google Medical Search hingewiesen. 

Eigentlich suche ich tiermeidzinische Beiträge vor allem in pubmed, isi web of knowledge oder die veterinärmedizinische Suchmaschine unserer Bibliothek. Erstere haben den Nachteil, dass man deutsche (nicht gelistete) Publikationen nicht finden kann.

Durch die Mediendidaktik bin ich es gewohnt didaktische Publikationen über Google Scholar zu suchen, was sehr komfortabel läuft. Die Medical Search von Google hatte ich vor ein paar Monaten bereits ausprobiert, als das erste Blätterrauschen entstand, war allerdings sehr enttäuscht vom Ergebnisumfang. Heute bin ich also nochmal ran. Tatsächlich ergab die Suche diesmal deutlich mehr Treffer. Die ersten verwiesen allerdings vollzählig zu pubmed. Insgesamt wurden aber mehr Treffer als bei pubmed verzeichnet, sodass einiges neues dazukommt. Mein erstes Fazit: Medizinisches suche ich zunächst weiter bei pubmed. Das ist komfortabler und brint die relevanteren Ergebnisse. Dann werde ich noch eine Suche mit Medical Search von Google nachschieben und schauen, ob noch interessante Ergänzungen dazukommen.

Nochmal zurück zu Facebook, da kann man Fan von Google Medical Search werden und erhält weitere Tipps und Tricks. 

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