Us Now – Konnektivismus in Gesellschaft und Politik?

Durch netzpolitik.org bin ich auf die Dokumentation Us Now gestoßen. Zur Zeit ist ja die Diskussion groß, ob soziale Netzwerke das Leben bereichern oder gar zu “no life” führen.

 

Us Now from Banyak Films on Vimeo.

In den ersten 40 Minuten setzt sich die Dokumentation mit funktionierenden Netzwerken der elektronischen Informationsgesellschaft auseinander. Hier zeigt sich der große Zulauf und und immense Nutzen für die Teilnehmer. Vorgestellt werden Eltern in Mumsnet, Reisende, die durch couchsurfing einen Übernachtungsplatz und neue reale Kontakte haben, die Durchsetzungsfähigkeit von open source Initiativen wie Linux und das Beispiel von Ebbsfield United, der Fußballmannschaft, die von den Mitgliedern gecoacht und bis nach Wembley gebracht wurde. Ein Erfolg, der bei dem deutschen Pendant Fortuna Köln noch aussteht. 

Dieser Übergang vom “Nutzer” zum Produzenten in einer Gesellschaft, in der jeder irgendwie erreichbar ist, enstpricht in seinen Grundzügen der Lerntheorie des Konnektivismus. Hier findet durch die Netzwerke die “Integration des Kunden” statt. Auch wirtschaftliche Beispiele, wie Slice the Pie, wo Musikfans per Netzwerk neue Band selbst produzieren, oder zopa, wo Netzwerke Banken ersetzen sollen, werden beschrieben.

Die letzten 20 Minuten versuchen nun, dieses Prinzip auf die Politik und Regierungen zu übertragen. Ist dies überhaupt möglich, dass Demokratie mehr ist, als alle vier Jahre zu wählen? Unter dem Schlagwort Goverment 2.0 werden erste Erfolge von Online-Campaigns (The Point) oder das Beispiel der Grünen in Kanada, die ihr Parteiprogramm kollaborativ in einem Wiki entwickelt haben, vorgestellt. Ähnliche Ansätze gibt es ja auch bei uns mit Abgeordnetenwatch oder den ePetitionen. Natürlich soll es nicht auf reine DIY-Länder hinauslaufen, aber es bietet eine Chance, die Bürger bei aller Politikverdrossenheit und rückläufigen Mitgliederzahlen in den Parteien stärker in die politische Entscheidungsfindung zu integrieren.

Es ist auf jeden Fall ein lohnender Film. Bei dem regnerischen Wetter heute ideal um mit einer Tasse Kaffee (meinetwegen auch Tee) in der Hand mal eine Stunde lang unterhalten und zum Nachdenken angeregt zu werden.

Mein Studienfreund André setzt sich in seinem Blog heute zufälligerweise auch mit dem Thema Konnektivismus als Lerntheorie auseinander. 

Weihnachtsgeld?


Cholera in Simbabwe

 


Hungersnot in Äthiopien

 


Patenschaft
 

 

Straßenkinder in Deutschland

 


Tiere in Not

Frohe Weihnachten

Ein letzter, doch schon sehr weihnachtlicher, Blick aus dem Büro, bevor es für zwei Wochen in die Ferien geht. Allen Lesern wünsche ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest. Oder amerikanischer….

Btw, auf eine Weihnachtsbeleuchtung des Hauses haben wir dieses Jahr verzichtet (schränkt den CO2-Ausstoß auch ein).

Beobachtungslernen

Eigentlich wollte ich hier ja nicht einen Videoclip nach dem anderen posten, aber was ich gerade bei medienpädagogik.at gesehen habe, hat mich so beeindruckt, dass ich es hier auch zeige:

GIVE

Die Association of American Veterinary Medical Colleges (AAVMC) hat vor kurzem ihre Gloabal Initiatives in Veterinary Education (GIVE) ausgerufen.

GIVE bolsters foreign veterinary schools by providing curricular materials, journal subscriptions, distant learning modules, short courses, faculty and student exchanges, and sabbatical opportunities. It strengthens participants by promoting global perspectives, intercultural understanding, and knowledge of exotic animal diseases.

Hierbei geht es um den Austausch mit Entwicklungsländern in dem Bereich tiermedizinischer Lehre und Fortbildung. Auch “Tierärzte ohne Grenzen” zeigt ja, wie wichtig die Tiermedizin in der Entwicklungshilfe ist. Bei Give wird etwas früher, nämlich in der Ausbildung eingesetzt. Ein interessanter Ansatz, der sich zu verfolgen lohnt.