Erster TiHo-Podcast online

Einer unserer Doktoranden beschäftigt sich gerade mit dem Thema, wie Podcasts und Vorlesungsaufzeichnungen gewinnbringend in der tiermedizinischen Aus- und Fortbildung eingesetzt werden können. Nachdem er in Duisburg-Essen den Podcast-Workshop besucht hatte, erwies es sich als Glücksfall, dass Prof. Distl von der TiHo als Teil einer internationalen Forschergruppe gerade über die Entschlüsselung des Pferdegenoms in Science publiziert hat (Abstract, Pressemeldung).

Zu diesem Thema konnten wir gleich den ersten TiHo-Podcast erstellen. Hierin konnte nicht nur der fachliche Aspekt der Veröffentlichung beleuchtet werden sondern auch die Personen hinter dem Paper und ihre Arbeit näher erläutert werden.

Außerdem haben wir natürlich beim ersten Versuch gleich Lehrgeld bezahlt. Die Technik musste noch besser werden. Der erste Podcast rauscht noch etwas, aber schon den nächsten werden wir dann rauschfrei produzieren können. Wir hoffen, dass unsere ersten Gehversuche im Bereich Podcasting bei den Nutzen trotzdem gut ankommen und die Evaluation uns hilft, noch besser zu werden.

„Interview mit Prof. Dr. O. Distl über die Entschlüsselung des Pferdegenoms”

eDay 2009

Am Samstag (22.08) findet an der Universität Duisburg Essen der jährliche eDay statt. Hier werden die Studierenden des Masterstudiengangs “Educational Media” ihre Medienprojekte vorstellen. Außerdem wird es folgende Keynotes geben:

  • M. Kerres: Personal Learning Environments
  • T. Kreutzer: E-Learning im Lichte von Urheber- und Persönlichkeitsrecht
  • A. Hollstein: Enterprise 2.0
  • S. Jozwiak: Einsatz digitaler Spiele in Betreuungseinrichtungen für Senioren

Für alle, denen es so geht wie mir, dass sie nicht persönlich am eDay teilnehmen können, werden alle Vorträge auch live im web übertragen.

Us Now – Konnektivismus in Gesellschaft und Politik?

Durch netzpolitik.org bin ich auf die Dokumentation Us Now gestoßen. Zur Zeit ist ja die Diskussion groß, ob soziale Netzwerke das Leben bereichern oder gar zu “no life” führen.

 

Us Now from Banyak Films on Vimeo.

In den ersten 40 Minuten setzt sich die Dokumentation mit funktionierenden Netzwerken der elektronischen Informationsgesellschaft auseinander. Hier zeigt sich der große Zulauf und und immense Nutzen für die Teilnehmer. Vorgestellt werden Eltern in Mumsnet, Reisende, die durch couchsurfing einen Übernachtungsplatz und neue reale Kontakte haben, die Durchsetzungsfähigkeit von open source Initiativen wie Linux und das Beispiel von Ebbsfield United, der Fußballmannschaft, die von den Mitgliedern gecoacht und bis nach Wembley gebracht wurde. Ein Erfolg, der bei dem deutschen Pendant Fortuna Köln noch aussteht. 

Dieser Übergang vom “Nutzer” zum Produzenten in einer Gesellschaft, in der jeder irgendwie erreichbar ist, enstpricht in seinen Grundzügen der Lerntheorie des Konnektivismus. Hier findet durch die Netzwerke die “Integration des Kunden” statt. Auch wirtschaftliche Beispiele, wie Slice the Pie, wo Musikfans per Netzwerk neue Band selbst produzieren, oder zopa, wo Netzwerke Banken ersetzen sollen, werden beschrieben.

Die letzten 20 Minuten versuchen nun, dieses Prinzip auf die Politik und Regierungen zu übertragen. Ist dies überhaupt möglich, dass Demokratie mehr ist, als alle vier Jahre zu wählen? Unter dem Schlagwort Goverment 2.0 werden erste Erfolge von Online-Campaigns (The Point) oder das Beispiel der Grünen in Kanada, die ihr Parteiprogramm kollaborativ in einem Wiki entwickelt haben, vorgestellt. Ähnliche Ansätze gibt es ja auch bei uns mit Abgeordnetenwatch oder den ePetitionen. Natürlich soll es nicht auf reine DIY-Länder hinauslaufen, aber es bietet eine Chance, die Bürger bei aller Politikverdrossenheit und rückläufigen Mitgliederzahlen in den Parteien stärker in die politische Entscheidungsfindung zu integrieren.

Es ist auf jeden Fall ein lohnender Film. Bei dem regnerischen Wetter heute ideal um mit einer Tasse Kaffee (meinetwegen auch Tee) in der Hand mal eine Stunde lang unterhalten und zum Nachdenken angeregt zu werden.

Mein Studienfreund André setzt sich in seinem Blog heute zufälligerweise auch mit dem Thema Konnektivismus als Lerntheorie auseinander. 

Der Zwang zu bloggen…

Da ich seit kurzem eine Lerngruppe im Studiengang “Educational Media” betreue, werde ich wieder an den “Zwang zu bloggen” erinnert, der alle Studierenden dort trifft. Ob man will oder nicht, Selbstreflektion ist angesagt. Meiner Erfahrung nach, gibt die Hälfte der Studierenden gleich nach Beendigung der Aufgaben das Bloggen wieder auf, während die andere Hälfte infiziert ist und kräftig weiterschreibt.

Durch Katrin bin ich auf den Kurs für Bibliothekare gestoßen, der sich 13 Dinge nennt und den Einsatz von web 2.0 Techniken wie Blogs und Wikis vermittelt. Fast zeitgleich habe ich bei D21 über teacherfirst.com gelesen. Dort wird der Einsatz von Blogs in Schule und Unterricht thematisiert.

Ich bin gespannt wie sich das Bloggen in meiner Gruppe entwickelt und hoffe, dass die eine oder der andere Gefallen daran findet. Teilweise gibt es dort schon Blogs, die weit über das eigentliche Studium hinausgehen, wie z.B. bei Verena oder Markus

Google Apps an Hochschulen?

Während anderswo noch diskutiert wird, ob Google nun gut oder böse ist, hat die Universität Duisburg-Essen ein Zeichen gesetzt und die Google Applikationen für die Universitäts-eMail-Adressen freigeschaltet. Damit können die Universitätsangehörigen über eine Google-Seite mit UDE-Design Mails abrufen, Dokumente bearbeiten, Termine verwalten, Webseiten erstellen, chatten undsich eine eigene Startseite einrichten.

Wenn ich mir anschaue, was für ein Wirrwarr an unterschiedlichen Programmen zur Mail- und Terminverwaltung sonst oft an einer Hochschulde zu finden ist, ist dies vielleicht der richtige Weg. 

iGoogle als Startseite

Lange habe ich netvibes als Startseite gehabt, mit vielen Tabs und vielen Informationen. Nach einem Absturz bin ich auf iGoogle umgestiegen und habe es mir mittlerweile so bequem (und auf nur einer Seite) eingerichtet, dass ich es nicht mehr missen möchte.

So empfange ich auf der Seite die neuesten Informationen aus Facebook, GoogleMail, GoogleCalendar, und Twitter. Außerdem wird direkt die Wettervorhersage, ein Leo- und Wikipedia-Suchfeld sowie meine ToDo-List aud dem GoogleNotebook eingeblendet. 

Google-Studie zu Datenschutz in sozialen Netzwerken

Die taz berichtet heute von einer Google-Studie, in der vor Datenschutzproblemen in sozialen Netzwerken wie z.B. myspace oder Facebook gewarnt wird. Die Nutzerionformationen (Statusmeldungen, Verbindungen untereinander, Aktivitätsindex, etc.) seien von außen zu leicht einsehbar. Weiterhin wird z.B. an Facebook kritisiert, dass eine 

Verlinkung zwischen Website-Aktivitäten etwa auf E-Commerce-Angeboten und dem Freundesnetzwerk 

besteht. Ähnliche Probleme berichtet die Studie aber auch von der Verlinkung des GoogleReaders mit der Freundesliste von Google-Talk.

So interessant die Studie klingt, so schwer erscheint es mir jedenfalls, beurteilen zu können, wieviel davon “echte Besorgnis” ist und wieviel “Marketing für eigene Produkte”.

Nochmal Twitter


Ich hatte neulich schon mal über Twitter und die Verbindung zu Facebook geschrieben und eine kurze Diskussion mit Peter Weiland über Sinn und Unsinn von Mikrobblogs geführt.

Während ich mir noch vorgenommen habe, dieses Jahr vermehrt live-blogging von Tagungen zu versuchen, zeigt sich bei Twitter eine gewisse Kommunikationskultur zwischen den Followers. So werden Netzwerke durch direkte Kommentare aufgebaut und gestärkt. Als ich das gestern meiner Frau zeigte, sagte sie nur. Lustig, wie sms nur ganz öffentlich. Und das trifft es wohl ganz gut.

Einen Blog kann und wird Twitter nicht ersetzen, wie Michael Kerres gerade sehr gut dargelegt hat. Aber es stärkt wohl die Vernetzung und führt auch vermehrt zu den ausführlichen Blogs hin.

To follow me: http://twitter.com/multiermedia

 

EDIT: Kaum hatte ich dies losgeschickt, da finde ich in Martin Ebners E-Learning-Blog einen sehr interessanten Eintrag über Twitter und die Netzwerkbildung mit “Followers and Friends”

Microblogging: Twitter

Ich bin eigentlich schon länger bei Twitter angemeldet, 140 Zeichen waren mir aber eigentlich immer zu kurz, um es tatsächlich zu nutzen. Durch die Verbindung zu Facebook hat es dann aber für mich doch an Wert gewonnen.  Da ich aber (im Gegensatz zu Nadine) nicht mit dem Handy bloggen kann, nutze ich Twitter noch nicht vollkommen aus. Es wird also Zeit, dass mein Favorit endlich in Deutschland auf den Markt kommt.

Aber auch so wächst das Netzwerk auf Twitter langsam an.

Zeit: Digitale Erlösungslehre

ZEIT-online bringt einen Artikel von Susanne Gaschke, der sich mit den Gefahren des Internets und der Digitalisierung auseinandersetzt, ja vor einer Euphorie warnt. Beim Lesen stellt sich die Frage, ob man einen solchen Artikel wirklich außerhalb der Printversion auch online veröffentlichen sollte oder sich da selbst widerspricht. 

Obwohl bestimmt einige richtige Punkte in dem Artikel angesprochen werden, wirkt er in seiner Subjektivität eher als Argument für eine Digitalisierung. 

Besonders schön zu lesen ist die Diskussion zu dem Artikel.

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