Farbe bekennen….

Auch wenn wir jetzt in Niedersachsen wohnen, wollen wir doch die Herkunft nicht leugnen… ;-)

Die Nachbarschaft freuts.

 Und bei dem Wetter macht es ja auch was her.

Buchtip

Einfach die Welt verändern – 50 kleine Ideen mit großer Wirkung” von der Wearewhatwedo-Initiative im Pendo-Verlag erschienen, hat mich so beeindruckt, dass die meisten meiner Freunde und Bekannten es dieses Jahr als Geburtstagsgeschenk bekommen haben. Es gibt dem Leser das positive Gefühl, etwas verändern zu können und die Welt tatsächlich zu verbessern, statt nur zu diskutieren oder Forderungen an andere zu stellen.

Ein paar Beispiele?

  • Dreh den Wasserhahn zu beim Zähneputzen (spart 26.000 Liter pro Jahr und Familie)
  • Nutze Papier beidseitig (wir nutzen durchschnittlich 210 kg/ Jahr)
  • Verschenke die Vorfahrt (sorgt für Verwunderung im Straßenverkehr….und lächeln)
  • und 47 weitere…

Demnächst erscheint “Einfach die Welt verändern im Job – 50 kleine Ideen mit großer Wirkung.” Tatsächlich oft ein Feld, in dem viele Verbesserungen im Umgang miteinander möglich wären. Ich bin sehr gespannt….

Familienzuwachs

Irgendwie kommt doch immer wieder die Diskussion auf, ob wir unsere Familienplanung schon abgeschlossen haben. Ach, zwar ist der Gedanke an ein weiteres Kind irgendwie sehr reizvoll und Finn und Janna würden sich wohl auch noch über Geschwister freuen, aber dann überwiegt der Gedanke, dass wir so unseren beiden besser gerecht werden und dass zwei Schreikinder unsere Nerven genügend strapaziert haben.

 Jetzt haben wir aber mit der Kindernothilfe einen sehr guten Kompromiss gefunden. Edgar heisst unser Familienzuwachs. Er ist 12 Jahre alt und lebt in einem Heim in Bolivien. Er ist unser Patenkind geworden, mit dem wir (neben den üblichen Überweisungen) per Brief Kontakt halten wollen. Die Kinder sind begeistert über ihren “großen Bruder” und malen fleißig Bilder, die Edgar zeigen sollen, wer wir sind.

Zur Nachahmung empfohlen…

SOL – 3. Meilenstein

Die Deadline des 3. Meilensteines meines selbst organisierten Lernprojektes „ILIAS vs. moodle“ rückt mit extremer Geschwindigkeit näher. Meine Vertragspartnerin fragt auch schon vorsichtig nach, wie ich denn voran komme….

Soll ich darauf ehrlich oder diplomatisch antworten? Es ist auf jeden Fall viel beschwerlicher, als ich es mir vorgestellt habe.

Zunächst mal zu den Fragen in der Aufgabe zum dem Projekt. Da fangen die Probleme ja schon an. Strukturierung des Arbeitsplatzes. Räumliche Trennung von Freizeit und Arbeit. Das SOL-Projekt ist aber ja nun eine Arbeit, die vornehmlich in der Freizeit stattfindet. Einiges überschneidet sich auch mit meiner realen Arbeit, sodass einige Recherche dort stattfindet. Der Rest teilt sich das zeitliche Angebot mit Familienleben und (Feierabend) Wissenschaft, die an Unis ja üblich ist. Daher war es nicht ganz leicht, genügend Zeit für SOL freizuschaufeln, aber es hat geklappt. Allerdings waren die Zeiten eher suboptimal. Mit einigen Mühen habe ich dann aber in das Thema gefunden und auch ganz ordentliche Ergebnisse erzielen können.

Mein Lernziele diese Woche war, das LMS ILIAS kennen zu lernen. Das habe ich erreicht. Auch die Teilziele konnte ich fast alle erreichen. Nur die offline-Version, mit der ich das Autorensystem testen wollte, hat mich ewig Zeit gekostet, ohne dass ich sie zum Laufen gebracht hätte. So beschränkt sich meine Kenntnis von ILIAS auf die Nutzerebene und eine Anzahl von Publikationen, die ich gelesen habe. So ganz gebe ich aber noch nicht auf und werde mich noch mal beraten lassen, um doch das Autorensystem zu testen.

Die Motivationslage war trotz dieser Schwierigkeiten meist gut. Es war faszinierend, tiefer in die Welt der LMS einzutauchen. Ich bin jetzt gespannt, was moodle zu bieten hat und wie die beiden im Vergleich zu einander stehen.

So wäre die Aufgabe ja schon beantwortet, aber ich will doch auch noch ein wenig fachlich beschreiben.

„ILIAS ist ein Open Source Learning Management System für die Entwicklung und den Einsatz web-basierter Bildungsangebote. ILIAS wurde konzipiert, um die Kosten für den Einsatz neuer Medien in der Lehre und Weiterbildung drastisch zu senken und zugleich einen höchstmöglichen Einfluss der Anwender auf die Gestaltung der Software zu sichern“ (http://www.ilias.de/ios/docs/ILIAS3-Beschreibung.pdf)

Es ist aufregend, wie gut der gemäßigte Konstruktivismus und die Modularisierung in ILIAS durchgezogen wurden. Ebenso ansprechend ist die Erfüllung internationaler Standards wie z.B. SCORM und die Möglichkeit sämtliche internettauglichen Formate zu integrieren. Sehr umfangreich erscheinen die Möglichkeiten Kurse zu administrieren und den Lernerfolg zu überprüfen. Wichtig finde ich hierbei die Möglichkeit, die Art des Voranschreitens von dem Ergebnis von Tests abhängig zu machen. Die Authentifizierung und die Suchfunktion sind sehr gut ausgebildet. Es wurden hier viele Überlegungen zur Didaktik angestellt und umgesetzt. Die Möglichkeiten zur Kommunikation und damit ein Ausschließen einer Isolierung des Lernenden sind sehr ausgeprägt. In früheren Publikationen wird als Nachteil von ILIAS (v.a. gegenüber kommerziellen LMS) genannt, dass Netzwerke zur Hilfestellung bei Problemen fehlen. Jetzt erscheint mir das anders, da es eine große Nutzung von ILIAS gibt, v.a. in Niedersachsen, wo ILIAS in den ELAN-Projekten und an der MHH eingesetzt werden. Auch werden mittlerweile viele Schulungen zu ILIAS angeboten.

Als weiterer Nachteil wird der große Aufwand beschrieben, bis man die open-source Lösung an seine eigenen Anforderungen angepasst hat. Das glaube ich sofort, nachdem ich mich einige Zeit erfolglos mit den verschiedenen Installationen herumgeschlagen habe.

Für mich war es aber am erschreckensten, wie ILIAS vor allem genutzt wird. Die eLearning-Applikationen, die ich im ILIAS-Format gesehen habe, waren alle extrem textlastig. Nur die Hyperlinks unterschieden sie von einer Printversion, die ja auch jederzeit über pdf angeboten wird. Das unterscheidet sich sehr von unserer Auffassung von Lernprogrammen, die aufgrund der tiermedizinischen Herkunft sehr viel multimedialer und interaktiver ist. Wir versuchen dabei mit so wenig geschriebenem Text wie möglich auszukommen. Hier liegt es aber wohl vor allem an den Autoren und nicht an dem System. Mir als (ehemaligen) Kliniker geht es vornehmlich darum, Fälle zu präsentieren und ausgehend von der Simulation klinischer Fälle (also problemorientiert) die Lernenden dazu anzuhalten, sich weitere Materialien anzuschauen und Wissen zu generieren.

Daher werde ich noch versuchen, in der nächsten Zeit eine eigene Lerneinheit per ILIAS zu erstellen.