SOL - 4. Meilenstein
Nachdem die extreme Hitze vergangen ist, scheint sich die Welt aus der Hitzestarre befreit zu haben und die Anfragen türmen sich auf meinem Schreibtisch. Publikationen sollen geschrieben werden, Anträge gestellt, Dissertationen korrigiert, Tagungen digitalisiert und Vorträge vorbereitet werden. Da vieles davon natürlich erst nach Feierabend stattfindet, hat es einen großen Einfluss auf das SOL-Projekt. Nebenher versuche ich mir eine neue Art der PowerPoint-Präsentation anzueignen.
Trotzdem habe ich die Zeit gefunden (wenn auch nicht so viel, wie mir lieb gewesen wäre), mich in Moodle einzuarbeiten und –lesen.
Folgende Internetstellen bzw. Literatur haben mir Einblicke in Moodle verliehen:
- A. Berggren, D. Burgos, J. M. Fontana, D. Hinkelman, V. Hung, A. Hursh, G. Tielemans (2005): Practical and Pedagigical Issues for Teacher Adoption of IMS Learning Design Standards in Moodle LMS.
- M. Dougiamas & P. C. Taylor (2002): Interpretive analysis of an internet-based course constructed using a new courseware tool called Moodle.
- B. Eilers (2006): Entwicklung eines integrierbaren Systems zur computergestützten Lernfortschrittskontrolle im Hochschulumfeld.
- M. Kerres (2006): Warum Moodle?
- C. Köbsch (2005): Moodle im Sprachenzentrum – Ein Erfahrungsbericht.
- R. Kristöfl (2005): Evaluation von Lernplattformen: Verfahren, Ergebnisse und Empfehlungen (Version 1.3)
- Moodle-Deutschland
- D. Reil (2003): Einsatz von Lernmanagementsystemen in traditionellen Lehrveranstaltungen am Beispiel der Universitäten Oldenburg und Osnabrück.
Es gibt noch Unmengen weiterer interessanter Literatur, die ich gerne gelesen hätte und bestimmt auch noch lesen werde, aber in dieser Phase hat die Zeit dazu einfach nicht gereicht.
Ich hatte aber glücklicherweise auch die Möglichkeit, Moodle direkt als Nutzer auszuprobieren. Diese habe ich wahrgenommen im:
- System der eLearning-Kompetenzzentrums Niedersachsen
- Moodle-Showraum
- und in moodle-Live (Dank an Barbara und ihr deli.cio.us-Netzwerk).
Die Möglichkeiten von Moodle sind faszinierend, gerade, wenn es darum geht konstruktivistisch und kollaborativ zu arbeiten. Moodle bietet asynchrone (Forum, Wiki) und synchrone (Chat, Messenger) Kommunikationsmöglichkeiten. Leider ist die Errichtung virtueller Klassenräume nur über externe Tools möglich.
Die Testtypen in Moodle sind sehr textbasiert (MC, fill-in-the-blank, Wortabfragen). Interaktive, multimediale Tests wie in CBTs (z.B. Toolbook) sind nicht vorgesehen, wobei diese in bildreichen Disziplinen (wie Tiermedizin) große Vorteile haben.
Moodle ist ein rundes Paket für online-Kurse. In wie weit es für die Unterstützung der Präsenzlehre (z.B. vorbereitendes Selbstlernen für praktische Kurse) ausgerichtet ist, bleibt fraglich.
Die Umsetzung der Moodle-Kurse, die ich gesehen habe, ist leider wieder sehr textlastig. Das kann natürlich auch an den Themen liegen. Trotzdem haben die Lehrer bei moodle-Live gezeigt, dass man auch mit viel Multimedia (dort v.a. Videos) Moodle-Kurse gestalten kann, was mir mehr liegt.
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