SOL – 5. Meilenstein
Diesmal war es mir trotz aller Anstrengungen leider nicht möglich rechtzeitig (bzw. in letzter Minuten wie bei den vorherigen Meilensteinen) den Meilensteibreicht zu eröffnen. Zum einen war die AMEE-Tagung in Genua (über 3000 medical educators und mehr als 1200 Beiträge aus aller Welt) zum anderen haben wir die ersten Teile der eLearning-Schulung zur “Vogelgrippe” (eigentlich Gelügelpest bzw. Aviäre Influenza) auf den Seiten der Tierärztekammer Niedersachsen online gestellt.
Trotzdem konnte ich den 5. Meilenstein, also den direkten Vergleich zwischen ILIAS und moodle, für mich abschließen, auch wenn ich erst heute darüber berichten kann.
Einige Vergleiche der LMS konnte ich bereits finden, studieren und nachvollziehen:
- edutools: Product Comparison ILIAS – moodle 1.5.2
- R. Kristöfl: Evaluation von Lernplattformen: Verfahren, Ergebnisse, Empfehlungen (Version 1.3)
- Glaubenskrieg: Welches LMS ist denn nun besser?
- Universität Bern: Auswertung einer Umfrage Open Source LMS
- edutech: Course PLatform Evaluation Report
- Universität Heildeberg: Vergleich von E-Learning Plattformen
(Herzlichen Dank hier an Barbara Braun und Jörg Thon, die mich mit Netzstellen versorgt haben)
In diesen Vergleichen werden vor allem die Stärken moodles in der Kommunikation und der Absolvierung einzelner Kurse, sowie die Stärken von ILIAS in der Kursverwaltung und dem Absolvieren mehrerer Kurse hervorgehoben. Der Nachteil von ILIAS, dass es weniger Verbreitung und support gebe, wird durch den starken Einsatz in den ELAN-Projekten aufgehoben. Mir persönlich gefällt bei ILIAS als Autorensystem sher gut die Möglichkeit, grafisch zu prüfen, also bestimmte Arreale in Bildern (z.B. Anatomie) anklicken zu müssen. Ansonsten sind die Möglichkeiten der beiden LMS, so vielfältig, dass den Benutzern wenig Grenzen gesetzt sind und es erstmal an Ihnen liegt, das ganze didaktisch sinnvoll mit Leben zu füllen, die Grenzen also mehr durch den Menschen als durch das Programm errichtet werden.
Sehr schön die Aussage von Hansjörg Lauener im moodle-Forum: “Nicht das LMS, sondern die didaktische Phantasie der Lehrenden ist entscheidend.”
Wir werden uns wohl wegen der ELAN-Integration für ILIAS als Plattform entscheiden.
Abschließend möchte ich nochmal auf den Anfang des postings, nämlich auf die AMEE-Tagung, zurückkommen. Auch hier zeigte sich, dass LMS immer mehr in der Medizin und Tiermedizin eingesetzt werden. Neben all den tollen hierdurch entstehenden Möglichkeiten zeigte sich allerdings auch das Risiko, dass sie zu reinen textbasierten Skriptsammlungen verkommen. Kaum Bilder und Videos, keine Interaktivität, keine Wissensüberprüfung. Nicht genau das, was ich mir unter eLearning vorstelle.
AMEE 2006
Vom 14. bis 18. September findet in Genua die diesjährige AMEE-Tagung statt. Seit dem sich die AMEE von einer europäischen in eine internationale Gesellschaft gewandelt hat, treffen sich auf den Jahrestagungen über 3000 Mediziner um über Aus-, Fort- und Weiterbildung zu sprechen. Nachdem ich schon mit 17 Stunden Zugfahrt gerechnet habe, gab es nun doch noch einen Flug (wenn auch über Paris).
Hier das Abstract zu unserem Vortrag am Montag:
Is there a need for eLearning in Veterinary Continuing Education?
J.P. Ehlers, Birgit Wittenberg2, K. Fehrlage3, S. Neumann4
eLearning-Information-Centre University of Veterinary Medicine Hanover, 2Centre of Excellence in Lower Saxony, 3Association for eLearning Business in Northern Germany, 4Veterinary Association Lower Saxony
The University of Veterinary Medicine Hanover, the Centre of Excellence, the Association for eLearning Business and the Veterinary Association in Lower Saxony decided to establish cooperation for the use of eLearning-techniques in veterinary continuing education.
A survey was carried out to learn about the veterinarians’ use of computers and need for eLearning. About 2000 veterinarians in Lower Saxony were informed about the survey by the German veterinary journal. They could complete the questionnaire online, per fax or per mail and 212 veterinarians responded. A Non-Response-Bias-Test showed no significant differences between early and late respondents.
The major ways of training were journals (92.45%), congresses (81.13%) and the internet (52.83%). The number of continuing education activities veterinarians are involved in per year varies (one or less 14.62%, two 27.83%, three 23.11%, more then three 29.25%). Reasons for not attending an interesting event are too expensive fees (72.17%) or travel costs (53.77%), too long journeys (41.51%), too little time for the family (35.38%) or the need for a practice stand-in (21.23). An alternative could be the use of eLearning: 42.45% would prefer to learn like this, 34.91% would like to try it and only 10.85% do not want to use it at all. So far only 26.42% have used eLearning.
The results of the survey show the advantages and use of eLearning in continuing veterinary education. The next step of the cooperation will be the creation of an eLearning-platform in Germany.
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