Endlich geschafft…

Seid Jahren, eigentlich seid meiner Zeit im Studentenwohnheim, surfe ich durchs Internet. Und endlich, endlich habe ich es heute geschafft. Es war ein ganzes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt und ich habe viel auf dieser Reise gesehen.

Papier 2.0

Solution Watch stellen in ihrem Blog sinnvolle web2.0-Applikationen für Lehrende und Lernende vor.

Mir hat dabei ganz besonders gefallen, wie übrigens Brent Schlenker auch, über dessen Blog ich den Link gefunden habe, eine Applikation, die gar nichts mit web2.0 zu tun hat, sondern einfach kleine “Notizhefte” generiert, für all die, die eben nicht ständig einen PDA herumschleppen:  PocketMod

Ich habe mir für diese Woche gleich so ein Heft gefaltet (ging ganz einfach, obwohl ich schon als Kind mit eher geringen Origami-Fähigkeiten gesegnet war). Vorne Kalender, linierte Seiten mittendrin und hinten darauf ein SuDoku für die Trambahnfahrt. Aber da ist jeder frei in der Gestaltung.

Schöne Spielerei…

Freier Geist und Erdnussbutter…

..werden der Lerngruppe QWERT dann doch noch helfen, die Klausuren zu bestehen.

Es sah zeitlich ziemlich knapp aus bei uns allen, weshalb uns nicht klar war, wie wir uns zusammen auf die Prüfungen vorbereiten sollten. Aber plötzlich ergab sich eine Lösung mit Zukunft.

Auf Horsts Erfahrungen bauend haben wir beschlossen, die klausurrelevanten Studienbriefe in mindmaps abzubilden. Dieses haben wir heute bei den ersten zwei Briefen mit FreeMind umgesetzt. Vorteil ist, dass man hier die Ebenen einzeln immer weiter öffnen kann und so vom Groben ins Detail lernt. Außerdem kann die Minmap in html oder hml exportiert werden.

In der Beratung per Skype stellten wir fest, dass wir einzelne Begriffe mit ausführlicheren Erklärungen verlinken wollen. Ein Wiki musste her. Zum Glück hatte ich heute morgen im Blog von Brent Schlenker über ein wiki gelesen, dessen Erstellung

as easy as a peanut butter sandwich!

ist. Sinnigerweise heißt es daher auch pbwiki. Hierin legen wir also Seiten mit weiteren Erklärungen an, verlinken diese in der mindmap, die ebenfalls im wiki liegt (BSCW kann mit der mm-Endung nichts anfangen) und laden jeweils die neue Version hoch. Freundlicherweise informiert das wiki per rss-feed die Gruppe über jede Änderung.

Die Gruppenstimmung ist wieder gut. Bis Donnerstag abend werden die Mindmaps erstellt sein. Dann kann die Diskussion innerhalb der Gruppe beginnen. Per Skype in den späten Abendstunden. Das spart Reisezeit.

Nun müssen wir nur noch klären, wer als Medienprojekt das ganze ausbaut, da es sehr konstruktivistisch das gesamte Studium online abbilden kann. Vielleicht meldet ja auch der Lehrstuhl Interesse an unserer “eLearning-Applikation” an.

GMA – Preis für junge Lehrende II

Mir ist die Ehre zuteil geworden, Mitglied des Beiratgremiums des Preises für junge Lehrende der Gesellschaft für medizinische Ausbildung zu werden. Einerseits ist das tatsächlich eine große Ehre, als Tiermediziner in dieses Gremium aufgenommen zu werden, andererseits denkt man auch: das hat mir jetzt gerade noch gefehlt. Der Workshop anlässlich der GMA-Jahrestagung will vorbereitet werden, noch mehr Aufmerksamkeit erwartet die Präsentation für das VIWIS-Forum und direkt danach stehen die ersten Klausuren in educational media an. Und irgendwie deutet sich dort jetzt schon ein deutlicher Unterschied in den Lernkapazitäten der einzelnen Gruppen an.

Als dann aber die Anträge der 15 Bewerberinnen und Bewerber zuerst meine mailbox und dann fast meinen Drucke zur Aufgabe zwangen, bildeten sich schon erste Tränen in meinen Augenwinkeln. Doch mit Beginn der Lektüre waren all dies Gedanken verschwunden. Wunderbare Initiativen in der medizinischen Lehre offenbarten sich mir. Viele junge Leute voller Idealismus und Bereitschaft traditionelle Wände einzureißen hatten sich beworben. Zum Teil ist es sehr schwer eine Bewertung zu treffen, viel zu unterschiedlich sind Ansätze. Problem-orientiertes-Lernen, eLearning, Simulationen, standardisierte Patienten, peer to peer, lauter neue Studierendenzentrierte Lernansätze. Auch die Themen sind weit gefächert: klinische Fähigkeiten, soft skills, Ethik, Pharmakologie und vieles mehr.

So viel Mut auf Neues und Lust an der Lehre stimmt mich mehr als versöhnlich und macht mir Hoffnung auf vieles, was wir in der Tiermedizin noch vor uns haben.

Dazu passend: Gestern haben Rolf Wagels und ich in der Pferdeklinik das Wahlpflichtfach “Erstellung multimedialer Falldemonstrationen” gestartet. Dreizehn hochmotivierte Studentinnen werden in den nächsten 14 Wochen drei CASUS-Fälle auf dem Bereich der Pferdemedizin für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen erstellen. Neben fachlichem Wissen erfahren sie etwas über didaktische Aufbereitung, Literaturrecherche und EBM, Dokumentation, Bild- und Videobearbeitung und vieles mehr. Vor allem aber haben sie hoffentlich eine Menge Spaß.

“Lehrvideos” bei Google

In Stephan Mosels Bildungsblog habe ich gerade über “educational videos” bei Google Videos gelesen. Um zu diesen zu gelangen, muss bei der Suchanfrage zuerst genre:educational geschrieben werden. Dies funktioniert nicht nur bei den von ihm aufgeführten Beispielen sondern tatsächlich auch mit unseren Interessensgebieten: genre:educational medicine und genre:educational veterinary. Es ist nicht verwunderlich, dass die UC Davis hier ganz vorne ist…

ELAN III – Skizzen eingereicht

Heute endet die Deadline für die Skizzeneinreichung der ELAN III – Förderung. Wie es aussieht ist dies die letzte Möglichkeit in Niedersachsen Landesmittel für die Contenterstellung für eLearning zu bekommen.

Leider ist es nicht ganz einfach, diese Mittel zu bekommen. Zum einen legt man sich auf eine niedersächsische Plattform fest, was wohl politisch sinnvoll ist, fachlich aber nicht immer einsehbar. Außerdem muss man mindestens einen weiteren niedersächsischen Partner nachweisen. Das ist in der Tiermedizin meist ein Killerargument (die vhb verlangt ähnliches), gibt es doch pro Bundesland höchstens eine tiermeidzinische Bildungsstätte. Damit muss der Content also entweder interprofessionell sein oder man kooperiert über die Landesgrenzen hinaus mit dem Nachteil, dass ein Partner nicht gefördert wird.

Trotzdem haben wir es geschafft, heute drei Skizzen einzureichen. Nun drücken wir bis zum 1. Dezember die Daumen, dass möglichst zu allen vollständige Anträge eingefordert werden, die wir dann über Weihnachten (Deadline: 8. Januar) anfertigen.

Google für Dozenten?!

Mit Google for Educators wendet sich Google nun an alle Lehrenden und will diesen einerseits die mannigfaltigen Google-Produkte näherbringen andererseits aber auch erklären, wie man diese gewinnbringend in der Lehre einsetzen kann.

Auch wenn nicht unbedingt immer das Google-Produkt meine erste Wahl wäre, bevorzuge ich doch z.B. edublogs gegenüber blogger, hilft diese Zusammenstellung doch, gerade Neulingen die Augen zu öffnen und Wege zum Einsatz neuer Techniken im Unterricht zu zeigen.

Ich hoffe daher, dass diese Seite viel Aufmerksamkeit in den Hochschulen findet.

SOL – 6. Meilenstein

Es ist mal wieder Sonntag abend…

Das ist dann auch sehr typisch für mein SOL-Projekt. Alles irgendwie noch eben auf den letzten Drücker geschafft.

Prinzipiell kann ich mich nicht beschweren. Mein SOL-Thema war gut gewählt. Einerseits nicht zu groß und eher theoretischer Natur andererseits ein Thema, dass ich auch für die Arbeit brauchte. Trotzdem hatte ich mir am Anfang eigentlich viel mehr vorgenommen und wollte die LMS deutlich praktischer erfahren, als nur ein reines Literaturstudium und kurzes Beschnuppern von Demo-Versionen durchzuführen.

Aber das war Sonntag abends einfach nicht möglich. Der ganze Masterstudiengang ist ein SOL-Projekt. Zeitlich war es da oft schwierig noch ein weiteres Projekt durchzuführen. Drei Wochen waren jeweils von Studienbriefen erfüllt, wenn ich mich dann von der heißen Abgabenphase erholt hatte (dauert in meinem Alter etwas) und mich dem SOL zuwenden wollte, kamen auch schon die neuen Studienbriefe heraus.

Trotzdem hat das Projekt einiges gebracht. Eine noch bessere Selbsteinschätzung (Tanze nur auf einer Hochzeit!), natürlich einen deutlichen fachlichen Fortschritt (wir nehmen ILIAS und StudIP) und einen riesigen Spaß am bloggen (auch sehr Zeit abhängig).

Bei Horst lese ich gerade (wieso postet der denn vor mir? ;-) den Vorschlag, SOL erst in einem späteren Semester durchzuführen. Das hat natürlich den Vorteil, dass man dann schon im Studium angekommen ist. Aber so wie es ist, hat es den Vorteil, dass wir es jetzt hinter uns haben!!!!

Ich fand das SOL sehr interessant, allerdings würde ich es jetzt nicht, wie Peter, als eine große Bereicherung des Studienplanes bezeichnen. Dafür ist das Studium selbst zu viel SOL. Die wahren Bereicherungen für mich sind die online-meetings, in denen wir gelerntes untereinander diskutieren können. Schön war im SOL, wie auch hier ein gemeinsames Arbeiten über Mail und Blogkommentare entstanden ist. Der andere Peter (meine ich viel netter, als es klingt) beschreibt auch als einen positiven Aspekt die Unterstützung durch die KommilitonInnen, also auch etwas, dass nicht nur selbstorganisiert ist.

Dann verlinke ich noch zu Nicole, die sinngemäß froh darüber ist, vom SOL dazu gezwungen worden zu sein, sich mit einem Thema auseinandersetzen zu müssen, dass sie bisher immer vor sich hingeschoben hat. Wenn ich den Sinn verdreht haben sollte…so würde ich es auf jeden Fall unterschreiben. Und Roland wohl auch, wie ich gerade sehe.

So Fazit: Schee wars. Aber mehr auch nicht. In einem Studium, dass so sehr vom Selbststudium geprägt ist, fallen für mich viel mehr die gemeinsamen Aktivitäten positiv ins Gewicht, also die netucate-sessions, Forendiskussionen, Skypemeetings, Blogkommentare, etc.

HABE FERTIG!

eLearning-Toolbar

Gestern hatte ich ein sehr gutes Treffen mit Dr. Rump, dem Direktor unserer Bibliothek. Neben vielen anderen Neuigkeiten hat er mir die Toolbar der Bibliothek präsentiert, die alles wichtige für eine tiermedizinische Literaturrecherche enthält.

Die hat mir so gut gefallen, dass ich heute gleich eine Toolbar für eLearning entwickelt habe. Mit dieser hat man Zugriff auf die eLearning-Sammlung Tiermedizin, schnelle Links zu Forum, OnLineLecturesCASUS und GMA, ausgesuchte RSS-Feeds von eLearning-Blogs sowie eine (im Moment noch kleine) Linksammlung zu eLearningthemen.

Damit es im verlinkten Dschungel nicht untergeht, hier nochmal die URL zum Toolbar-Download: http://TiHoeLearning.media-toolbar.com/

Ich würde mich über Kommentare, Anregungen und vor allem sinnvolle Ergänzungen sehr freuen.