Beobachtungslernen
Eigentlich wollte ich hier ja nicht einen Videoclip nach dem anderen posten, aber was ich gerade bei medienpädagogik.at gesehen habe, hat mich so beeindruckt, dass ich es hier auch zeige:
Eigentlich wollte ich hier ja nicht einen Videoclip nach dem anderen posten, aber was ich gerade bei medienpädagogik.at gesehen habe, hat mich so beeindruckt, dass ich es hier auch zeige:
Gerade bei Dissertationen aber auch bei allen anderen wissenschaftlichen Publikationen stellt sich manchmal die Frage, wie richtig zitiert werden soll. Wir hatten öfter schon die Diskussion, ob es in Dissertationen zulässig sein soll, aus dem Internet zu zitieren, auch wenn es sich nicht um online-Versionen von Zeitschriften handelt. Da viele aktuelle wissenschaftliche Informationen zuerst im Inernet und oft erst sehr viel später auf Papier veröffentlicht werden, hat die TiHo sich entschlossen, solche Zitate zuzulassen.
Über medinfo habe ich die Seite Citing Medicine gefunden, die zu jeder Art der Veröffentlichung Zitiervorschläge bereithält. Sogar für das Zitieren von Blogs….hier allerdings mit ein paar kleinen Fehlern, wie z.B. der Verwendung der URL statt des Permalinks.
Gesehen habe ich ihn gerade bei Marco, das Nachfolgevideo von “Web 2.0 … The machine is Us/ing Us“.
Wird uns hiermit bereits der Weg zum Web 3.0 gewiesen? Auf jeden Fall wieder ein sehr beeindruckender Film, der die Betrachter etwas nachdenklicher zurücklässt.
Gestern im Spiegel, heute in der SZ…jeweils in der online-Version, ich weiß nicht einmal, ob es auch gedruckt wurde…die neue Allensbach-Studie ist herausgekommen.
Und genau dort findet sich (neben vielem anderen) eben dieses Phänomen beschrieben. Zeitungen werden in der Umfrage immer weniger als Informationsquelle genannt. Hier führt das Fernsehen. Aber gerade in der Gruppe der Jugendlichen wird die Vormachtstellung des Fernsehens jetzt durch das Internet, das die Zeitungen bereits weit hinter sich gelassen hat, attackiert. Insgesamt zeigt die Studie und die wirklich ausführlichen Präsentationen auf der Web-Seite den rapiden Anstieg der Nutzung der IKT. Also doch “homo zappiens” und “digital natives“….
Da ich aber nicht zu der ganz jungen Generation gehöre, kann ich mich nach der Lektüre der Online-Zeitungen jetzt noch in Ruhe vor den Fernseher setzen.
Ich nehme die Frage aus meinem letzten SL-Eintrag noch einmal auf und versuche mich, wieder nach Peter, an einer Bewertung.
Ein genaues Protokoll der zweiten Sitzung kann man bei Stanley lesen. Diesmal hielt Michael Kerres zuerst einen Vortrag (ex cathedra) über web2.0, danach wurden wir in Gruppen eingeteilt, um einzelne Fragen in einem gemeinsamen google-Dokument zu bearbeiten und danach wieder in der Gesamtgruppe vorzustellen.
Dabei ging es mir wie Peter und Stan. Durch die virtuelle Welt fühlte ich mich sehr viel mehr involviert als bei einer Skype- oder netucate-Session. Man schaut seinen Gesprächspartner an und ist sich seiner Umgebung bewusst. Bei Skype-Sessions mache ich oft etwas anderes nebenher, bin also lange nicht so aufmerksam.
Der Vorteil von netucate ist natürlich, dass man das Dokument direkt vor sich hat. In SL hatten wir stets mehrere Fenster offen: SL, Slideshare (für die web2.0 Präsentation) und google-docs für das zu bearbeitende Dokument. Für diese kurzen Phasen fand ich das nicht weiter hinderlich, für langfristiges kollaboratives Arbeiten bevorzuge ich dann doch eine VirtualClassroom-Applikation.
Den Voice-Chat halte ich für einen riesigen Vorteil, den gab es bei meinem ersten, kläglichen SL-Versuch vor längerem noch nicht. Allerdings gab es bei einer Dreierkonferenz (unlösbare) Probleme. Da ist der Griff zu Skype schnell gemacht.
Für mich sind diese beiden Ausflüge in SL aber sehr positiv zu bewerten. Ich hatte mit mehr Widrigkeiten und Bandbreiten-Schwierigkeiten gerechnet. Ich werde versuchen mehr Treffen in SL zu realisieren und auch an Veranstaltungen anderer Unis teilzunehmen.
Wie stark diese Technik im kommen ist, zeigt sich u.a. an den Gerüchten, dass Google eine ähnliche virtuelle Welt mit Avataren auf der Grundlage von Google Earth aufbauen will.
Hoffentlich dann mit besseren Möglichkeiten der Namensgestaltung, sagt mulTIERmedia Apfelbaum.
Ach ja, die Eingangsfrage möchte ja auch noch beantwortet werden:
NEIN, SL ist nicht notwendig für ein Fernseminar. Aber der Einsatz von SL verbessert m.E. Fernseminare deutlich und gibt ihnen eine persönlichere und integrierendere Note.
Der medinfo-Blog berichtet über BioScreencast, das eine Art YouTube für Biologen darstellt, und zusätzlich über Blog-Karneval für den Einsatz von web 2.0 in der Medizin. Ein Blog-Karneval ist eine Zusammenfassung von verschiedenen Blogeinrägen unterschiedlicher Autoren zu einem Thema. Damit erspart er dem Leser, sich durch mehrere Blogs zu suchen, um (unfassend) zu einem Thema informiert zu werden. In dem vorgestellten findet man z.B. interessantes zum Einsatz von Second Life in der Medizinausbildung, 100 Internet-Resourcen für Mediziner und vieles mehr.
Passend dazu habe ich bei Miriam Fischer gelesen, dass die University of California, Berkley, insegesamt 300 Stunden Videos auf YouTube veröffentlicht hat. auch wenn sich dort nichts direkt tiermedizinisches findet, sind einige naturwissenschaftliche Vorlesungen und Kurse abgebildet. Eine erneute Suche bei YouTube mit dem Suchwort: veterinary ergab über 600 Videos mit teilweise sehr gutes Qualität. Einige müssen dringend in die Sammlung tiermedizinischer Lernmedien aufgenommen werden.
Zum Glück habe ich gerade noch rechtzeitig durch Peter von den Second Life Veranstaltungen erfahren, die Michael Kerres diese Woche abhält. Auf den letzten Drücker angemeldet konnte ich gerade noch einen Platz erwischen.
Die Anmeldung und Gewöhnung an Second Life machte mir dann meinen Status als “Digital Immigrant” sehr deutlich. Es braucht doch einige Zeit, bis man gelernt hat zu navigieren, Orte zu finden, Gesten zu lernen, den Voice-Chat einzustellen, etc. Zum Glück hält die Uni Duisburg-Essen dafür gute Manuals bereit…

Tatsächlich hatten sich dann um 18 Uhr gut 15 Mitarbeiter des Lehrstuhls und Studierende des Masterstudienganges “educational media” in der SL-Dependance der Uni eingefunden. Einige Verzögerung trat ein, da in Duisburg ein Fernsehteam des WDR (zu sehen heute abend 19 Uhr WDR- Lokalzeit) diesen Termin zum Anlass nahm, eine Reportage über den Lehrstuhl und Second Life zu machen.
In dem Seminar selbst haben wir zuerst einiges über den Umgang Second Life gelernt und uns in Kleingruppen verschiedene Universitäten angeschaut. Ich war an der European University.

Sehr modern gestaltet mit Pinnwänden, Videoscreens (nur Quicktime), interaktivem Whiteboard, Seminarräumen etc. Während es allerdings an Präsenz-Unis vielleicht verständlich ist, um 19 Uhr nicht mehr auf viele Studierende zu treffen, war die gähnende Leere in Second Life etwas beängstigend. So stellt Michael Kerres die Frage, wofür Second Life notwendig ist.
Der erste Termin gestern war organisiert, um ein Gefühl für SL zu bekommen. Morgen dann werden wir dort über web2.0 lernen und diskutieren. Ich bin sehr gespannt… Weitere Reaktionen: S. Schwab
Mein Sohn und meine Tochter (Finn 7, Janna 5) haben gestern eine Zeit lang das Treffen verfolgt und waren fasziniert, dass man von zu Hause aus “zur Schule” gehen kann, an andere Orte fliegt, teleportiert, mit lauter Menschen in ganz Deutschland spricht… So fühlen sich digital natives.
Download
ECEL 2007, Copenhagen (DK)
Sollte der Player keinen Ton liefern, ist hier die direkte URL: http://multiermedia.edublogs.org/files/2007/10/ecel-vetlife.mov
An der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover findet am Samstag, den 17. November 2007 ein ganztägiger Workshop zur Lehre in der Tiermedizin statt. Der Workshop ist Teil der Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA), die vom 16. bis 18. November 2007 in der Medizinischen Hochschule Hannovers ausgerichtet wird.
Zu Beginn des Workshops wird Prof. Dr. Wim Veen aus Delft mit dem „Homo zappiens“ eine neue Evolutionsstufe des Menschen vorstellen. Veen beschreibt Jugendliche als Eingeborene der digitalen Informationsgesellschaft, die weltweite Netzwerke pflegen und diverse Medien simultan nutzen. Er wagt damit einen Blick auf die Studierenden von morgen sowie auf ihre Fähigkeiten und Erwartungen.
Im weiteren Verlauf werden verschiedene Referenten in Kurzvorträgen vorstellen, wie die Lehre an den tiermedizinischen Bildungsstätten betrieben und ständig verbessert wird. Der Einsatz von E-Learning-Methoden wird dabei einen besonders großen Raum einnehmen. Unter anderem werden die Referenten ihre Erfahrungen mit dem Einsatz neuer Medien in der Anatomie sowie in der klinischen Ausbildung darstellen. Genau wie in der tiermedizinischen Fortbildung werden in diesen Bereichen vermehrt Methoden des E-Learnings eingesetzt.
Zur Teilnahme an dem Workshop Tiermedizin ist eine Anmeldung für die GMA-Jahrestagung erforderlich (140,00 Euro, für Studierende 45,00 Euro). Wer in die GMA eintritt (Jahresbeitrag 50,00 Euro, für Studierende 20,00 Euro) zahlt lediglich 80,00 bzw. 10,00 Euro.
Programm
Samstag, 17. November 2007, Bünteweg 2, 30559 Hannover, Hörsaal des Instituts für Pathologie
09.00 – 09.30 Begrüßung
09.30 – 10.30 Prof. Dr. Wim Veen (Delft): “Homo zappiens“
10.30 – 13.00 Wissenschaftliche Kurzvorträge über die Aus- und Fortbildung in der Tiermedizin (Dauer: jeweils fünf bis zehn Minuten)
Dr. Maren März (Leipzig): Tiermedizinische Ausbildung in Deutschland – ein Vergleich
Prof. Dr. Silke Rautenschlein (Hannover): Mobile Clinic in Clinical Education
Dr. Sabine Aboling (Hannover): O-Learning – Anforderungen an ein vorklinisches Fach
Alper Teke (Hannover): Extramurale Praktika im veterinärmedizinischen Studium
Prof. Dr. Cordula Poulsen Nautrup (München): Praktische Sonografie und Echokardiografie im Selbststudium für Studierende der Tiermedizin – ein modernes Unterrichtsmodell für das 4. bis 9. Semester
Dr. Jutta Friker (München): Videotomie – ein Beispiel zur Erstellung einer audiovisuellen Demonstration von anatomischen Präparaten
Dr. Rolf Wagels (Hannover): CASUS an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
Birgit Wittenberg (Hannover): Tierärztliche Fortbildung und die Einsatzmöglichkeiten von E-Learning
14.00 – 18.00 Parallele Workshops
Oliver Stadler, Simone Scheffer (München, Berlin): Erstellen von OSCE-Stationen
Dr. Friedhelm Rump (Hannover): Effektive Internetsuche
Björn Wilcken (Berlin): Der Einsatz von Foren in der Veterinärmedizinischen Lehre
Dr. Jan Ehlers, Dr. Rolf Wagels, Dr. Torsten Carl, Dr. Jutta Friker (Hannover, München): Erstellung von CASUS-Fällen
Dr. Sebastian Schubert, Katrin Brauns, Zineb Nouns und Julia Klawohn (Berlin), dreiteilig:
A: Theoretische Grundlagen von Multiple-Choice-Prüfungen
B: Schreiben und Review von qualitativ hochwertigen Multiple-Choice-Fragen
Sonntag, 18. November 2007, 10.30 Uhr
Markus Stieg und Sven Hanfler (Berlin):
C: Erstellung und Verwendung von Item-Analysen für verschiedene Fragenformate
Die erste Keynote der diesjährigen ECEL wurde zusammen von Pernille Rattleff und Lars B. Andreasen gehalten. Dieses neue Format des „Doppelvortrages“ ist sehr erfrischend, bedarf aber noch etwas Übung (sehr gut in dieses nichtolympischen Disziplin zeigten sich Tom Vitz und Denis Wildschütz auf dem eDay 2007).
Nachdem Andreasen die eigenen eLearning-Meetings in SecondLife als Höhepunkt der jetzigen Möglichkeiten vorführte, zitierte Rattleff den OECD-Bericht 2005 und Ansorge (2003), die aufzeigen, dass ICT mehr administrativ als pädagogisch und CMS fast nur für die Verteilung von Printmedien eingesetzt werden. Ähnliche Diskussionen haben wir dieses Jahr auch schon auf der AMEE-Tagung geführt.
Beide führten diese Misere auf die mangelnde Kreativität von Dozenten und Institutionen im Umgang mit ICT und eLearning zurück, da die Studierender hier viel weiter wären und mehr erwarten. Beide Autoren gehen einen ähnlichen Weg, indem sie F2F-Teaching in streaming-Videos aufbereiten und dann in Foren zur Diskussion stellen (das gleiche machen wir mit den OnLineLectures). Dabei waren zwar Studierende und Dozierende erst zurückhaltend, gefilmt zu werden, die Studierenden waren später aber begeistert von den Videovorlesungen. Während erst sehr teuer mit Kamera- und Tonteam gearbeitet wurde, fand dann der Umstieg auf Low-Tech (stationäre Kamera) statt. Zusätzlich wurden dann richtige Lehrvideos (Problemorientierte Diskussion + Erklärung mit Powerpoint-Slides) produziert.
Während der anschließenden online Diskussionen sind aktive Tutoren sehr wichtig, die die Diskussion erstmal in Gang bringen und dann auch mit Fragen am Laufen halten. Dabei sind Probleme mit Foren bekannt (Mason 1994). Nachdem die Dozenten sich in ihre neuen Rollen gefunden hatten, wurden vermehrt auch Blogs eingesetzt.
Abgeschlossen wurde mit dem Statement, wie wichtig die Planung von Lernaktivitäten ist, dass Studierende und Dozierende aktiv teilnehmen müssen und dass die universitären Lernformen überdacht und neu strukturiert werden müssen.
In der nachfolgenden Diskussion zeigten sich einige Ressentiments gegen die Video-Vorlesungen, da sie einerseits nicht zitierbar sein (durch eine ISSN könnten sie allerdings zitierbar gemacht werden) zum anderen wären Aussagen in Vorlesungen ja nicht so gut recherchiert wie in Publikationen und sollten deshalb nicht dokumentiert werden (aus Sicht eines Tiermediziners ist es schon bedenklich, wenn in Vorlesungen vielleicht Unwahres unterrichtet wird, es soll ja Studierende geben, die mitschreiben…)