Am Freitag haben wir die (hoffentlich) letzten Klausuren im Masterstudium hinter uns gebracht. Nachdem am Samstag dann die Masterarbeiten und mündlichen Prüfungen besprochen waren, konnten wir an einem semesterübergeifenden Seminar “Lernen in virtuellen Welten” teilnehmen.

Tanja Adamus und Nadine Ojstersek haben uns erst in Vorträgen die verschiedenen MUVEs (Multi-user virtuell enviroments) sowie deren Nutzergruppen, Nutzungsarten und Lernpotentiale vorgestellt. Die Vorträge werden hier wohl noch online gestellt.
In einzelnen Gruppen haben wir dann einzelne Welten auf Herz und Nieren überprüft. Ich hatte das große Glück, mit Roland Fischer, André Lenich, Thomas Stierli Caspar Noetzli, David Zöllner und Stanley Schwab in einer Gruppe zu sein. Von There haben wir uns schnell verabschiedet, da es wie ein SecondLife Abklatsch mit eingeschränkten Funktionen erscheint. Statt dessen haben wir uns ausgiebigst mit Panfu beschäftigt, einer virtuellen Welt für Kinder, in der alle Nutzer als Pandas erscheinen.
Nachdem ich in dem Seminar gestern noch dachte, das wäre alles zu niedlich und würde vor allem meinem Sohn nicht gefallen (keine Pokémons!), wurde ich heute eines besseren belehrt. Zusammen mit Janna und Finn bin ich heute nochmal durch diese Welt gegangen. Und sie hatten riesigen Spaß. Innerhalb kürzester Zeit wurden eCards verschickt und Freundschaften geschlossen, die Welt erkundet und Spiele gespielt sowie große Wasserbombenschlachten angezettelt. Und tatsächlich haben sie auch etwas gelernt: den Umgang mit Maus und Tastatur geübt, in virtuellen Welten navigiert, kommuniziert, geschrieben und gelesen sowie über die anderen Pandas nachgedacht (da waren die Funktionen wieder: situativ, reflexiv, sozial, biografisch…).

Fazit: Ich hoffe, dass wir solche Seminare noch öfter machen. Und damit der Nutzen nicht rein privat ist, werde ich mich in nächster Zeit mal auf die Suche nach (tier)medizinischen Darstellungen in Second Life machen.