eDay 2008

Während Marco sich mit unseren Masterarbeiten herumschlagen muss und wir uns auf die mündlichen Abschlussprüfungen vorbereiten, nähert sich still und heimlich der eDay 2008, also das Sommerfest des Masterstudiengangs “educational media”, auf dem wir unsere Medienprojekte präsentieren dürfen.

Als ein Hauptthema wird in den Plenumsvorträgen diesmal das Lernen in Second Life behandelt. Außerdem wird Professor Kerres über die eUniversity und BB+K über den Einsatz von eLearning in der internationalen Weiterbildung berichten.

Der Trailer zur Veranstaltung:

eDay 2008 - Podcast

Lehre in der Reproduktionsmedizin

ICAR 2008 - Plenum

Letzte Woche war ich in Budapest auf dem ICAR 2008, wo ich an dem Workshop “New Applications of Technology for Education in Reproductive Science”, den Phil Senger (Current Conceptions, USA) ausgerichtet hat, mit folgendem Beitrag teilnehmen durfte:
EHLERS JP, TIPOLD A, KASKE M, BOLLWEIN H: Feedback-Systems for Formative and Summative Assessment in Lectures of Veterinary Medicine.
Außerdem hat Angela Oki (Current Conceptions, USA) über Lernen mit TCAD (Time Compressed Animated Delivery) und Graeme Martin (School of Animal Biology, Australia) über den Einsatz von Lectopie (11.000 aufgezeichnete Vorlesungen im Jahr!!!) berichtet.

Insgesamt haben an der Conference über 1.100 Reproduktionsmediziner aus der ganzen Welt teilgenommen. Zum ersten Mal wurde neben den vielen fachlichen Sitzungen und Workshops eine eigene “Education-Session” ausgerichtet, die über 80 Zuhörer in den damit völlig überfüllten Raum lockte. Durch den Einsatz des Feedback-Systems entstand von Anfang an eine echte Workshop-Athmoshäre, in der viel diskutiert wurde. Dies war ein sehr gelunger Anfang einer fachspezifischen Education-Initiative, die hoffentlich 2012 auf dem nächsten ICAR in Vancouver Fortsetzung findet…

ICAR 2008 - Industrieausstellung

Wissenschaftsrat zur Lehre an deutschen Hochschulen

Gerade habe ich meine Masterarbeit (Peer-to-Peer-Learning in der tiermedizinischen Lehre am Beispiel von CASUS-Fällen) eingereicht. In den Experteninterviews haben die meisten befragten Dozenten angeführt, dass Anstrengungen in der Lehre leider für die weitere Laufbahn überhaupt keine Auswirkungen haben sondern es hierfür allein auf Forschungstätigkeiten ankomme.

Heute nun berichten sowohl die Süddeutsche Zeitung als auch Spiegel-online über einen Bericht des Wissenschaftsrates zur Lehrqualität an deutschen Unis, der am Montag erscheinen soll. Laut diesen Meldungen soll hier gefordert werden, dass “Professoren bessere Lehrer werden”, der Lehrerfolg mehr Einfluss auf die Karriere hat und zusätzlich bis zu 1,1 Mrd. Euro im Jahr zur Verbesserung der Lehre zur Verfügung gestellt werden.

Es sieht so aus, als sollten damit berufsbegleitende Studiengänge wie der MME oder z.B. MA edu media neuen Aufwind bekommen. Ich bin sehr gespannt, was am Montag im Papier des Wissenschaftsrates dann tatsächlich steht. Schon 1998 beschrieb ja der Wissenschaftsrat den “Einsatz neuer Medien zur Verbesserung einzelner Lehrveranstaltungen als Dienstaufgabe der Professoren”. Außerdem wird in diesem Papier bereits angeregt:

“Um sicherzustellen, daß sich besonders der wissenschaftliche Nachwuchs angemessen auf den Einsatz von Multimedia in Lehre und Forschung vorbereitet, sollten künftig entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten Bestandteil des Qualifizierungsverfahrens zum Hochschullehrer werden bzw. als Kompetenzkriterium in die Berufungsverfahren Eingang finden.”

Vielleicht erfolgt nun 10 Jahre später der zweite Schritt…

EDIT (08/07/08): Wissenschaftsrat 08 - Empfehlungen zur Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium