Anlässlich der AMEE-Tagung trafen sich die Tiermediziner (ViEW) dieses Jahr zum fünften Mal zu einem eigenen Workshop. “Evaluation of the undergratuate veterinary curriculum” war das diesjährige Thema. Der Workshop wurde fabelhaft organisiert von Vicki Dale, Debbie Jaarsma und Kim Whittlestone.
As in medical education, veterinary schools are undergoing continual change to improve the quality of their undergraduate curricula, in order to fulfil professional and societal requirements. To monitor the quality of the curricula, different methods and stakeholders have to be involved in the evaluation processes. The workshop will focus on the evaluation processes of Day One competencies, or equivalent outcomes. In recent years, increasing emphasis has been placed on the need for veterinary graduates to possess good business skills, including management, leadership and communication skills. Emphasis has also been placed on the need for effective lifelong learning strategies with the inclusion of evidence based veterinary medicine. Therefore, the workshop will pay special attention to the evaluation of these ‘generic’ competencies. The event will allow presenters and delegates to inform others about their experiences with strategies of rigorous curriculum evaluation. Although the workshop places a strong emphasis on veterinary education, colleagues from other professions are warmly welcomed to attend.
Insgesamt haben an diesem Workshop diesmal knapp über 30 Tiermediziner aus Europa und Nord-Amerika teilgenommen. Viele bekannte aber auch viele neue Gesichter hatten sich diesmal eingefunden, um sich auszutauschen und über die veterinärmedizinische Ausbildung zu diskutieren.
Zu Beginn des Workshops haben Diana Dolmans, Debbie Jaarsma, Eva Schuurmans und Diana der Rooijs einen Überblick über die Qualitätssicherung gegeben. In der Diskussion ging es vor allem darum, wie man eine hohe Rücklaufquote erreichen kann: z.B. Evaluation dort durchführen, wo die Studierenden sind (Facebook) oder einen gewissen Zwang zur Evaluierung einführen. In einer Gruppenarbeit haben wir ein Fallbeispiel einer ineffektiven Evaluierung an einer fiktiven Fakultät bearbeitet und die Probleme in einem Fishbone-Diagramm dargestellt:

Als die wichtigen fünf Schritte für Evaluierungen wurden genannt:
- Informationen sammeln
- Ergebnisse den beteiligten Dozierenden mitteilen
- Erforderliche Verbesserungen gemeinsam definieren
- Beratung durch das Curriculum-Komitee
- Effekte der Änderungen im nächsten Jahr überprüfen
Susan Rhind und Peter de Beukelen haben uns im Anschluss die Evaluierung von “professional and generic skills” nähergebracht. Wiederum in kleinen Gruppen haben wir versucht, Konzepte für das Prüfen und Evaluieren dieser Kompetenzen zu entwickeln. Dabei mussten wir feststellen, dass diese sehr unterschiedlich in die Curricula der verschiedenen Bildungsstätten integriert sind. Durch Alumni-Arbeit und wissenschaftliche Untersuchungen konnte aber dargestellt werden, wie wichtig Kommunikation, lebenlanges Lernen, Selbstreflektion und ähnliche für den tierärztlichen Beruf sind.
Abschließend ging Debbie Jaarsma in ihrem Beitrag noch einmal genau auf dieses Thema der Ausbildungsforschung ein und wie wichtig es sei, hier professionell Daten zu erheben, auszuwerten sowie Theorien zu formulieren und zu vergleichen. Hier ist ein starker pädagogischer Hintergrund essentiell für eine gute Evaluierung und deren Auswertung. Durch diesen Vortrag gab sie auch einen Startschuss für viele weitere Kooperationsgespräche während der folgenden Konferenztage.
Die starke Diskussion in den Gruppensitzungen hat bereits das Thema für dern nächsten ViEW-Workshop festgelegt: “Professionalism”