[Economist] Diskussionen über Studiengebühren

Durch das Weiterbildungsblog von Jochen Robes bin ich auf die vom Econimist veranstaltete online-Diskussion und -Abstimmung zu der These: Jeder sollte selbst für seine tertiäre Bildung aufkommen und nicht der Staat.

Während Anders Flodström der These entgegnet, dass die die tertiäre Bildung in Demokratien ganz natürlich eine Aufgabe des Staates ist, begründet Alison Wolf die These hingegen damit, dass es die Fairness gegenüber seinen Mitmenschen gebietet, für die Bildungskosten selbst aufzukommen.

Zur Zeit haben 56% der Leser für eine staatliche Partizipation bei den Kosten gestimmt. Nach einer kurzen Registrierung kann jeder Leser an der Diskussion teilnehmen und tatsächlich zeigen sich hier sehr viel gemäßigtere Meinungen, als das provokante Anfangsstatement.

Update: Passen zum Thema: Die HIS Studie “Studiengebühren aus Sicht der Studienberechtigten

Pro und Contra “Killergames”

Durch das Observatorium von Daniel Ammann bin ich auf das Medienheft aufmerksam geworden. Dort wird sich mit dem pro und contra eines Verbotes von “Killerspielen” auseinandergesetzt. Die Artikel sind frei verfügbar.

Bei uns sind zwar immer noch Pokémon aktuell, dass Problem zeichnet sich aber am Horizont allmählich ab. So beschäftigen wir uns schon mal möglichst früh mit dem besten Umgang mit solchen spielen. Die eine oder andere Diskussion über GTA haben wir mit den Kindern schon geführt…

Vortrag auf der eLearning-Didaktik Fachtagung in Wien

Vorankündigung 3. eLearning-Symposium

Am 18. Februar 2009 findet in Hannover das 3. eLearning-Symposium der deutschsprachigen, tiermedizinischen Bildungsstätten statt.

Ziel der Symposien ist ein erleichterte Austausch von Materialien und vermehrte Kooperation im Bereich eLearning zwischen den Bildungsstätten.

Ein Schwerpunktthema wird dieses mal elektronisches Prüfen sein.

Berichte über die bisherigen Symposien:
2. eLearning-Symposium (Zürich) 
1. eLearning-Symposium (Berlin) 

§52a UrhG bleibt vorerst erhalten.

Gestern kam die Meldung über heise online:

Ein gemeinsamer Gesetzentwurf der Fraktionen der Regierungskoalition sieht vor, die “Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung” für weitere vier Jahre zu verlängern. 

[Damit] dürfen Lehrer und Wissenschaftler vorerst für den vorgesehenen Zeitraum “kleine Teile” von Werken ausschließlich einem “bestimmt abgegrenzten Bereich von Unterrichtsteilnehmern” in einem Intranet “öffentlich zugänglich” machen. Die gleiche Erlaubnis gilt auch für Personen im Rahmen ihrer “eigenen wissenschaftlichen Forschung”. Ohne die neue gesetzliche Regelung droht die Klausel Ende des Jahres auszulaufen.

 

EDUPUNK-Philosophy

Gefunden habe ich diese Beschreibung der Freigabe von Informationen über edupunk.org. Eine schöne Slideshare-Präsentation zu EduPunk findet sich auch im eLearning-Blog der TU Graz. Da diese “do-it-yourself attitude” im deutschsprachigen Wikipedia noch nicht angekommen ist, muss für Definitionen noch die englische herhalten. 

Elektronisches Prüfen in der duz 09-08

In der aktuellen Ausgabe des duz-Magazins gibt es eine Beilage zum Thema Prüfungsmanagement. Da die Umstellung von Prüfungen bei uns gerade ein großes Thema ist, habe ich mir sofort ein Probeabo geholt. Allerdings war ich dann auch ziemlich enttäuscht. Zwar wird viel über Bologna und Prüfungslast geschrieben, es werden auch elektronische Prüfungen als Lösungsmöglichkeiten empfohlen, doch der Umgang mit diesem Thema ist eher oberflächlich.

Es werden die angeblich sechs wichtigsten Prüfungstools vorgestellt. Es war mir nicht ersichtlich, wonach die Einordnung von Platz 1 bis 6 erfolgte. Zwar wird dem Leser empfohlen, die Prüfungssysteme selbst auf “Herz und Nieren” zu testen,  von den eigenen Tests wird aber leider nur so etwas wie “gefällige Übersichtsseite” oder “unscheinbarer als vergleichbare Systeme” mitgeteilt. Auch wie es dazu kommt, dass tatsächlich umfang- und erfolgreich eingesetzte Prüfungsplayer wie L-Plus, Q-Exam, Campus oder auch CASUS keine Erwähnung finden, ist mir schleierhaft.

Dass eAssessment sich nur für Grundlagenwissen eignet halte ich auch für ungenau beschrieben, da es bisher zwar vornehmlich an der Basis der Millerschen Wissenspyramide prüft, sich dies aber auch die Wissensart, nicht auf das Expertentum bezieht.  In der letzten Zeit sind gute Publikationen zu dem Thema erschienen (z.B. EU-Report, Brahm & Seufert) und auch in der GMA wird sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, sodass einer guten Berichterstattung nichts im Wege stehen sollte.

Auf meine Mail an den Herausgeber wurde allerdings sofort reagiert und man erklärte mir, dass das Niveau mit Absicht für Anfänger in diesem Bereich als Einstieg gewählt wurde. Na ja, auch diese Anfänger sind ja sonst wissenschaftliches Niveau gewohnt. Immerhin soll in einer der nächsten Ausgaben ein ausführliches Best-Practice-Beispiel durch Beschreibung der elektronischen Prüfungen an der MHH erfolgen.