200. Posting: Chauvi-eLearning

 
Ich habe ja lange darüber nachgedacht, wie politisch unkorrekt dieses Posting ist. Nachdem aber sogar der Spiegel darüber berichtet hat und es ja ein Jubiläumsposting ist, wird die Leserschaft es wohl verkraften. 

Wie also schafft man es, mit eLearning große Nutzerzahlen zu erreichen? Marina Orlova macht es unter ihrem Pseudonym hotforwords auf Youtube deutlich. Spärlich bekleidet erklärt sie die Bedeutung von Redewendungen und erreicht dabei bis zu einer halbe MIllion Aufrufe. Mit dieser großen Fangemeinde hat sie es sogar zu einem eigenen wikipedia-Eintrag geschafft.

Ich gebe zu, dies ist das Gegenteil von “Content vor Design”…


Abschluss eLearning “Kardiologische Propädeutik”

Mit einem Präsenzseminar hat Prof. Vörös gestern das Blended-Learning-Wahlpflichtfach abgeschlossen. Zuvor hatten sich die Studierenden anhand eines eLearning-Moduls auf den praktischen Kurs vorbereiten können.

Zusätzlich haben wir das Programm von Studierenden des PJ evaluieren lassen. Das mündliche Feedback zeigte deutlich die Nachteile von Courselab auf, dass es wirklich gut nämlich nur im Internet Explorer läuft. Auch einige Videos waren deutlich zu groß, sodass lange Ladezeiten erforderlich waren.

Die Auswertung der Akzeptanzfragebögen konnte dann aber nachweisen, dass die Studierenden trotzdem von dieser Art der Kursvorbereitung sehr angetan waren. Gerade die mp3s von Herztönen und Videos von der Untersuchung haben ihnen sehr geholfen, sodass sie ihrer Forderung nach mehr eLearning-Modulen Ausdruck verliehen.

Ein Vergleich der Pre- und Post-Tests zeigte eine signifikante Steigerung um 16%, wenn man nur die Studierenden des 5. Semesters, die freiwillig an dem Wahlpflichtfach teilnahmen, betrachtet sogar um fast 30%.

In der weiteren Gestaltung der propädeutischen eLearning-Module werden wir uns jetzt an die sehr konstruktive Kritik der Studierenden halten können.

Studieren im web2.0

Während Prof. Schulmeister auf der Campus Innovation eine Studie vorstellte, dass die Nutzung vom web2.0 noch viel zu dürftig ist, kommt die neue HIS-Studie zu dem Ergebnis, dass z.B. mit einer sehr häufigen Wiki-Nutzung von 30% die Studierenden im web2.0 angekommen sind. 

Diese unterschiedlichen Sichtweisen haben natürlich einige Gründe. Angefangen mit der Definition von web2.0-Applikationen bis zu den Ansprüchen und Hoffnungen, die man mit der Nutzung verbindet. Nur ca. 20% der Studierenden geben an (HIS), dass sie Wikis, eAssessment, eLearning, usw. nicht nutzen. DAs ist doch schon mal ein guter Wert. 

Dies sollte auf jeden Fall für uns Grund genug sein, mit einer Studie die Mediennutzung unserer Studierenden zu untersuchen und unsere Angebote daran anzupassen.

Besuch der EFRE-Messe

Wer interessiert ist, zu sehen, wie innovativ und kreativ Niedersachsen ist, der hätte heute die EFRE-Messe besuchen müssen. Dort wurden einige der über 4.000 EFRE-Projekte der letzten Jahre vorgestellt.

Die Eröffnung erfolgte vor über 400 Teilnehmern durch den niedersächsischen Wirtschaftsminister Walter Hirche und den Direktor der [EU] Generaldirektion Regionalpolitik Alejandro Checchi Lang. Beide stellten fest, wie wichtig diese regional angewendeten Mittel nicht nur für die Innovation und das Bestehen der Regionen sondern auch für die Akzeptanz der EU bei den Bürgern sind.

Durch das Bühnenprogramm führte die Moderatorin Astrid Frohloff. Hier wurden mit der Yukon Bay des Erlebnis-Zoos Hannover, der Brennstoffzelle der Eisenhuth GmbH und “Hannover goes Fashion” interessante Projekte präsentiert. Außerdem wurde das Projektforum gestartet.

In einem “Markt der Möglichkeiten” durften sich dann noch weitere Projekte vorstellen, die damit die Vielzahl und Weite der EFRE-Projekte repräsentierten: z.B. die Iberger Tropsteinhöhle, das NABU Gut Sunder, das Breitband Kompetenzzentrum, “die Varusschlacht” oder auch der JadeWeserPort.

Auch wenn die Ausschreibungen 2-3fach überbucht sind, lohnt sich doch eine Teilnahme. Die nächste Deadline endet am 30. März 2009

Endlich Schnee

Seit Jahren warten wir hier auf Schnee… Heute ist er endlich gekommen. Das mussten wir ausnutzen, auch wenn es schon halb elf abends war. Wer weiß, wie lange er liegen bleibt. Janna hat es leider verschlafen, aber wir anderen inklusive Nellie haben es genossen. Hoffentlich bleibt er noch eine Weile…der Schnee!

DVG: Gründung eines Arbeitskreises “Didaktik und Kommunikationskompetenz”

Die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft hat gerade einen Arbeitskreis für Didaktik und Kommunikationskompetenz gegründet. Frau Professor Tipold und ich durften die Ankündigung dazu schreiben:

Neben ihrer fachlichen Tätigkeit müssen Tierärztinnen und Tierärzte ihr Wissen in allen Arbeitsbereichen gut kommunizieren können. Wissen muss an den Bildungsstätten, bei der Ausbildung von Praktikanten oder Fachangestellten, bei Fortbildungsveranstaltungen oder Mitarbeiterweiterbildung vermittelt werden. Zusätzlich besteht die Notwendigkeit, im Kundengespräch Fakten verständlich erklären zu können. Patientenbesitzer müssen z.B. von der Mitarbeit überzeugt werden, Schlachthofangestellte von der Hygiene oder Verbraucher von der Notwendigkeit des Tierschutzes. Es lassen sich viele Beispiele finden, in denen die Fähigkeit zu kommunizieren ein wichtiger Faktor für ein erfolgreiches Berufsleben geworden ist.

Die Fächer Didaktik (Theorie und Praxis des Lehrens und Lernens) und Kommunikationstheorie gehören zu den sogenannten „soft skills“ und stehen aus bekannten Gründen (Überfüllung der Studierenden mit Fachwissen) derzeit nicht in der Tierärztlichen Approbationsverordnung. Diese Fächer werden daher in separaten Kursen während des Studiums oder in der Postgraduiertenausbildung angehender Hochschullehrer angeboten. Viele Tierärztinnen und Tierärzte besuchen Fortbildungen oder Lehrgänge und betreiben somit eine individuelle Professionalisierung. Diesen engagierten Verfechtern einer guten Lehre und kommunikativer Kompetenz fehlt zurzeit ein tiermedizinisches Forum. Einige Vertreter der Hochschulen haben sich in der Sektion Tiermedizin der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) oder der AMEE-Sektion „Veterinary Education Worldwide“ zusammengefunden. Ein Forum für andere Tierärztinnen und Tierärzte, die täglich gut kommunizieren müssen, um eine erfolgreiche Praxis etc. zu führen, ist im deutschsprachigen Bereich nicht vorhanden. Auch in der Human- und Zahnmedizin gehört die Vermittlung dieser Kompetenzen zum Alltag.

Der Stellenwert „gute Lehre“ wird durch verschiedene politische Initiativen deutlich (Stifterverbandes, Hochschulrektorenkonferenz, Wissenschaftsrat, Bologna Process).

Um an diesem Prozess teilzuhaben, wird in der DVG eine Arbeitsgruppe „Didaktik und Kommunikationskompetenz“ gegründet, die den Austausch in diesen Fachgebieten innerhalb der gesamten Tiermedizin entstehen lassen soll, ähnlich wie dies seit einigen Jahren in vielen human- und zahnmedizinischen Fachgesellschaften geschieht. Innerhalb dieser Arbeitsgruppe soll eine Fortbildung im Bereich Didaktik und Kommunikation genauso möglich sein wie der Austausch über den Einsatz neuer Konzepte und über Ergebnisse der begleitenden Forschung. Empfehlungen und Leitlinien könnten in diesem Forum entwickelt werden. Ein enger Kontakt zu den bereits bestehenden nationalen und internationalen Strukturen soll gesucht werden, um Synergien zu nutzen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich an der Arbeitsgruppe zu beteiligen und ihre eigenen Erfahrungen und Kompetenzen einzubringen.

Wahlpflichtfach “eLearning Kardiologische Propädeutik” II.

Heute war also die Einfürhungsveranstaltung zu besagtem Wahlpflichtfach. Ich gebe zu, dass ich schlecht geschlafen habe und schon aufgeregt war, ob alles gut klappt, da einiges doch sehr kurzfritig organisiert wurde.

Aber um 13 Uhr fanden sich tatsächlich 14 Studierende aus dem 5. Semester und 14 Teilnehmer des PJ im Hörsaal der Klinik für Kleintiere ein. Professor Vörös haben wir per Skype zugeschaltet und per Beamer präsentiert. Seine Stimme drang teilweise etwas verzerrt aus den Hörsaallautsprechern, aber alle konnten verstehen, wie er den Verlauf des Kurses erklärt hat. Danach haben wir den Pre-Test geschrieben. Die Studierenden haben nun also bis Mittwoch Zeit, sich mit dem neu entwickelten eLearning-Modul auf die Konsultation vorzubereiten. Ein Post-Test soll den Lernerfolg überprüfen. Wir hoffen, mit diesem Blended-Learning einen noch größeren Lernerfolg als mit reinem Unterricht am Patienten zu erreichen. 

Die Zuschaltung per Skype war nur eine erste Lösung. In einer Dissertation überprüfen wir gerade, wie virtuelle Konferenzsysteme in der Tiermedizin eingesetzt werden können. Aber schon diese Methode hat seine Wirkung nicht verfehlt, denn ein Hauch der großen weiten Welt wehte durch den Hörsaal und erhöhte sicherlich die Motivation der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Verstärkte Gedanken über elektronisches Prüfen

Nachdem sich eLearning lange Zeit mit der Vermittlung von Fakten und Generierung von Wissen beschäftigt hat, geht die Diskussion immer stärker in die Richtung Assessment. Dabei wird sowohl über formatives und self-assessment als auch über summative Prüfungen diskutiert. 

Auch in den Blogs entsteht zur Zeit ein Blätterrauschen. Der Weiterbildungsblog weist auf einen Artikel von Nathan A. Thompson über “Adaptive and Interactive Assessment with E-learning” hin. Cornelia Rüdel berichtet über einen Report von Elena Silver zu “Measuring Skills for the 21st Century“. Für uns bedeuten diese 21st Century Skills eine Mischung aus den Day-One-Skills und den Generic Skills. Also eine Diskussion, die auch in der Tiermedizin ganz aktuell geführt wird und Thema von GMA- und ViEW-Meetings ist.

Cornelia Rüdel arbeitet in ihrem Blog auf eine Vereinheitlichung der Begriffe im eAssessment hin. Gabi Reinmann fordert eine verstärkte Anstrengungen “ nicht nur technischer, sondern auch methodischer, inhaltlicher und normativer Art”.

An der TiHo wechseln immer mehr Institute und Kliniken zu den elektronischen Prüfungen. In den Diskussionen stellen wir aber immer wieder fest, wie wichtig es für uns ist, von den reinen MC-Fragen wegzukommen und neue Formate zu erschließen. Durch fallorientierte Items (rich real world tasks?) versuchen wir in der Millerschen Wissenspyramide aufzusteigen. Für uns ist hierbei die Synergie mit der Humanmedizin und ihren Ausbildungsforschern zum Thema Prüfungen sehr wichtig.

Neuer Blog zu Medienrecht online

Christos Paloubis hat einen neuen Blog zum Internetrecht online gestellt. In kurzen prägnanten Artikeln werden Neuigkeiten und Rechtssprechungen aus dem Medienrecht vorgestellt. 

So geht es z.B. um das Impressum von Internetdiensten, Abmahnung von AGB-Klauseln oder elektronische Werbung.

Ich bin gespannt auf die kommenden Themen und haben gleich mal das Feed abboniert.

Wahlpflichtfach “eLearning Kardiologische Propädeutik”

Hier einige Informationen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Wahlpflichtfach 1146.

Das Wahlpflichtfach wird aus drei Phasen bestehen. 

1) Diesen Freitag (21.11.) erfolgt  um 13 Uhr c.t. die Einführungsveranstaltung im Hörsaal der Klinik für Kleintiere. Unter anderem wird eine kurze MC-Klausur als Pre-Test geschrieben.

2) Selbstlernphase mit dem eLearning-Modul im Netz (Daten werden im Einführungsseminar bekannt gegeben)

3) Mittwoch (26.11) von 14.00 bis 18.00 Uhr zunächst die Klausur als Posttest, dannKonsultation und Seminar. Alles in der Klinik für Kleintiere.

Next Page »