eLearning-Wahlpflichtangebote an der TiHo

An der TiHo steht gerade die Wahl der Wahlpflichtfächer für das Sommersemester 2009 an. Neben den regulären eLearning-Angeboten werden diesmal einige Wahlpflichtfächer angeboten, was zum Teil auch mit dem VETlife-Projekt zusammenhängt.

Folgende Kurse stehen zur Wahl:

2151 “CASUS Neuroimmunologie” Bearbeitung von CASUS-Fällen, Virtual Classroom und Forendiskussion zusammen mit Studierenden aus Bern (Klinik für Kleintiere)

2201 “Pathophysiologie der neonatalen Diarrhoe” Blended Learning: CASUS-Fallbearbeitung und Seminar. (Klinik für Rinder)

2325 “Erstellung von CASUS-Fallberichten zum Thema Schlachttier- und Fleischuntersuchung beim Schwein” Peer-to-peer-education. Eigenständige Dokumentation, Recherche (EBM) und Fallerstellung. (Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit)

2624 “Erstellung von CASUS-Fällen zum Thema Tierseuchenbekämpfung” Peer-to-peer-education. Eigenständige Dokumentation, Recherche (EBM) und Fallerstellung. (Institut für Virologie)

Außerdem werden wir noch einen weiteren Kurs nachmelden:

1146 “eLearning: Kardiologische Popädeutik” Blended Learning: Selbstlernen mit WBT und praktisches Seminar. (Klinik für Kleintiere)

Bis jetzt wurden die eLearning-Kurse im sehr gut gebucht. Ich hoffe, das ist auch dieses Semester so. Auf jeden Fall nimmt das Angebot gut zu, konnten wir doch in den vorherigen Semestern jeweils höchstens zwei Kurse anbieten.

Qualität entwickeln – Standards sichern – mit Differenzen umgehen

Im Blog von Gabi Reinmann auf eine BMBF-Publikation zum Thema Bildungsstandards aufmerksam geworden (Kurzfassung). Hierzu gibt es auch ein kommentiertes Exzerpt von Gabi Reinmann, die hierin zu dem Schluss kommt, dass der Hochschulsektor in diesem Bereich hinterher ist. Hier sei noch viel über Standards, Kompetenzen und Output nachzudenken. 

Da wir in der Tiermedizin sehr viel über Ersttagskompetenzen bis hin zu Generic Skills diskutieren, ist für manchen die Lektüre der Studie bestimmt interessant.

Ein Hörsaal voller Kinder…

Am 28. Januar war es wieder soweit. Die TiHo durfte eine Vorlesung der “KUH – Kinderuni Hannover” ausrichten. Während die anderen Hochschulen sich mit Tsunamis und Vulkanausbrüchen, der Stimme von Bibi-Blocksberg oder dem Energiesparen auseinandersetzten, ging es an der TiHo darum, woher eigentlich die Ferkel kommen. Den Vortrag hat Dagmar Waberski von der Reproduktionsmedizinischen Einheit der Kliniken gehalten und da die Kinder mit dem Feedback-System abstimmen konnten, war auch die eLearning-Beratung beteiligt. Fast bis zur letzten Minute haben wir an der Präsentation mit aufwendigen Videos und interaktiven Fragen gebastelt. Für mich war die Kinderuni eine gute Gelegenheit, Finn und Janna mal in den Hörsaal zu bringen.

 

Schon fast eine Stunde vor Vorlesungsbeginn stürmten die ersten Kinder das Gebäude der Pathologie und ließen sich ihre Studentenausweise am Einlass abstempeln. Dann wurden sie von den Eltern, Großeltern oder begleitenden Lehrern getrennt, denn der Zugang zum Hörsaal war nur Kindern gestattet. Die Begleiter mussten sich im Foyer oder dem Kursraum die Übertragung anschauen. Schnell war der Hörsaal brechend voll und die Stimmung riesig. Als für die Pressfotos das erste Ferkel hereingebracht wurde, war es fast schwer, die Kinder auf ihren Plätzen zu halten. 

Dann begann Dagmar Waberski mit ihrer Vorlesung. Umfassend konnten die kleinen Zuhörer in fast 45 Minuten lernen, warum es “Schwein gehabt” heißt, wie Schweine domestiziert wurden, wofür wir Schweine alles nutzen und wie die Besamung und Trächtigkeit abläuft.

Durch das Abstimmsystem konnten wir von den jungen Studierenden erfahren, dass sie vor allem Schnitzel mit Pommes lieben, sich nicht sicher sind, ob ein Mensch durchschnittlich 40kg oder 400kg Schweinefleisch im Jahr isst und dass auch über die Höchstferkelzahl pro Sau im Jahr Uneinigkeit herrscht (fein aufgeteilte Ergebnisse von 10-30 Ferkeln). Auch wenn wir nicht für jedes Kind ein Abstimmgerät vorhalten konnten, haben die sehr engagierten studentischen Hilfskräfte sie jedes Mal so neu verteilt, dass alle viel Spaß hatten.

Den Abschluss der Vorlesung brachte ein Film über eine Ferkelgeburt. Das beeindruckte unsere kleinen Gäste schon sehr, doch dann folgte der endgültige Höhepunkt. Eine Minipig-Sau mit sieben Ferkeln wurde in den Hörsaal gebracht.

 

Nun gab es kein Halten mehr. Alle Kinder wollten die Ferkel aus nächster Nähe sehen und am besten noch streicheln. Es folgte ein lustiges Gedränge, in dem es aber doch alle schafften, das “Lehrobjekt” zu berühren und mit dem Wunsch nach Hause zu gehen, selbst ein Schwein zu haben.

Ich glaube, ich habe vorher noch nie so viele glückliche und interessierte Kindergesichter gesehen. Solch eine Kinderuni ist wirklich eine tolle Idee. Im nächsten Semester werde ich wohl nicht nur zur Veranstaltung in der TiHo gehen müssen.

Bookmarks aus Keilschrift

Die Kestnergesellschaft zeigt zurzeit die Austellung “bookmarks – wissenswelten von der Keilschrift bis youtube“:

Das Internet verändert unseren Umgang mit Wissen radikal. Wie wir Wissen heute schaffen, ihm eine Form geben, es verbreiten und archivieren, unterscheidet sich in vielfältiger Weise von früheren Verfahren. Zugleich setzen die digitalen Möglichkeiten neben partizipativen Elementen auch eine Ästhetisierung in Gang, die vielfältige Erscheinungen von Wissen und neue Formen der ästhetischen Erfahrung schafft.
In Kooperation mit der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) und der Leibniz Universität Hannover entzündet die Ausstellung bookmarks | wissenswelten von der keilschrift bis YouTube eine Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen Wissenskultur am Beispiel ihrer populärsten Ausprägung YouTube – und konfrontiert sie mit 42 wertvollen Büchern, Schriften und Exponaten der vergangenen Zweitausend Jahre aus den Tresoren der GWLB. Einige dieser Schätze können zum Teil erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden. Allesamt Originale, die von Paradigmenwechseln in der Wissensproduktion vergangener Zeiten erzählen. In zahlreichen Veranstaltungen berichten darüber hinaus Wissenschaftler, Autoren und Künstler über spannende Fragen und Phänomene der Wissenswelten von der Keilschrift bis YouTube.

Das besondere daran: Die Ausstellung wird auch auf youtube begleitet.

Auf taz.de findet sich heute ein Interview zu der Ausstellung mit Frank-Thorsten Moll.

Über die TiHo…

Das Fachgebiet der Geschichte der Veterinärmedizin und Haustiere der TiHo hat in Zusammenarbeit mit Studierenden und Seminarteilnehmern tolle Broschüren über die TiHo herausgebracht:

1) Führer durch das Veterinärmedizinhistorische Museum der TiHo

2) Kunst an der TiHo (Campus Bischofsholer Damm, Campus Bünteweg)

3) So geht´s land (Straßen, Wege, Plätze)

Auch für Nicht-Hannoveraner finden sich hier toll bebildert viele interessante Informationen.

Urheberrecht in Vorlesungen

Immer wieder wird diskutiert, ob und wie das Zeigen fremder Bilder in der Vorlesung mit dem Urheberrecht kollidiert. Mit diesem Problem setzt sich das Wissenschaftsurheberrechts-Blog in einem Posting sehr umfassend auseinander. 

Dabei wird festgestellt, dass (große) Vorlesungen als öffentliche Veranstaltungen zu sehen sind. Fremde Werke und Bilder dürfen daher nur im Rahmen des Zitatrechts verwendet werden. Dazu ist die Quelle anzugeben und eine Auseinandersetzung mit dem Werk muss erfolgen (keine bloße Illustration!). Die fremden Werke dürfen das eigene aber nicht im Umfang dominieren.

Weiterhin wichtig für die Vortragenden ist bestimmt,

dass ein eigenes wissenschaftliches Werk, das in einer Vorlesung dargeboten und innerhalb dieser Veranstaltung zur Diskussion gestellt wird, als noch nicht veröffentlicht gilt. Dem Urheber als Vortragenden verbleibt damit das Recht aus § 12 UrhG, den Inhalt seines Werkes exklusiv öffentlich mitzuteilen.

VETlife geht voran

Unser EFRE-gefördertes VETlife-Projekt geht gut voran. Letztes Jahr haben wir die Grobkonzepte abgesegnet und auch die Drehbücher liegen zum Teil schon vor, sodass im Moment K&W an der Prototypenerstellung ist. In den einzelnen Arbeitsgruppen werden zur Zeit Materialsammlungen erstellt, Programmteile und CASUS-Fälle geschrieben und an den Drehbüchern gefeilt.

Am 18.02. stellen wir die ersten Teile des CASUS-Kurses Neuropathologie vor und lassen ihn zur formativen Evaluation im Sommersemester als Wahlpflichtfach laufen.

Am 6. März dann stellen wir das Projekt im Forum Learning + Knowledge Solutions auf der CeBit vor.

Heute fanden in der Anatomie die Dreharbeiten zum “Situs Rind” statt. Allmählich nimmt das ganze Form an und wir sind in den Bereichen, wo es richtig Spaß macht.

 

LdL-Blogparade: Peer-to-peer education mit CASUS

Md-C veranstaltet heute eine Blogparade zum Thema “Lernen durch Lehren”, was ich zum Anlass nehmen will, von meiner Masterarbeit zu berichten, die sich mit dem Thema “Peer-to-peer education” auseinandersetzte.

Seit mehreren Jahren bieten wir an der TiHo Wahlpflichtfächer an, in denen Studierenden in Gruppen von 4-6 CASUS-Lernfälle für ihre Kommilitonen erstellen. Angeboten wurden diese Kurse bisher von der Pferdeklinik, der Rinderklinik und dem Mikrobiologischen Institut.

Der Ablauf der Kurse ist stets sehr ähnlich. Zunächst erfolgen Einführungen in CASUS, Didaktik, EBM, Literaturrecherche und Befunddokumentation sowie Bild- und Videobearbeitung. Die Studierendengruppen bekommen dann ihre Patienten bzw. Fälle zugeordnet. Sie teilen die Themen ein, bereiten sie vor und halten darüber Kurzreferate (3 min!) vor allen Kursteilnehmern. Das ähnelt sehr den PBL-Kursen. Parallel untersuchen und dokumentieren sie ihren Patienten und schreiben dann einen CASUS-Fall dazu. Die Tutoren unterstützen sie dabei inhaltlich, technisch und didaktisch.

Um den Kurs beurteilen zu können, wurden 11 CASUS-Autoren und 6 Tutoren qualitativ befragt und die Meinung von 42 Studierenden quantitativ erfasst.

Dabei stellte sich heraus, dass der Kurs nicht wie erhofft eine Zeitersparnis für die Dozenten bei der Fallerstellung darstellte, sondern eher einen Mehraufwand. Trotzdem zeigten sich für alle Beteiligten sehr große Vorteile. Die fallerstellenden Studierenden hatten einen sehr großen Wissenszuwachs durch das eigene Lehren, die Institute durch steigende Reputation und neue Lehrmaterialien, die fallbenutzenden Studierenden durch genau auf sie zugeschnittene Fälle und die Tutoren durch neue Impulse für ihre Lehre und qualitativ hochwertige Fälle.

Für uns hat sich gezeigt, dass der Lernerfolg und die Motivation deutlich höher war, wenn die Studierenden lernen, um das Wissen im Sinne von LdL wieder an Kommilitonen weiterzugeben. Es wird viel mehr diskutiert, was wirklich wichtig ist und wie dieses vermittelt werden kann.

Im Sommersemster bieten wir diesen Kurs erstmalig im Bereich “Lebensmittelqualität und -sicherheit” an.

Ehlers Amee08 

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iGoogle als Startseite

Lange habe ich netvibes als Startseite gehabt, mit vielen Tabs und vielen Informationen. Nach einem Absturz bin ich auf iGoogle umgestiegen und habe es mir mittlerweile so bequem (und auf nur einer Seite) eingerichtet, dass ich es nicht mehr missen möchte.

So empfange ich auf der Seite die neuesten Informationen aus Facebook, GoogleMail, GoogleCalendar, und Twitter. Außerdem wird direkt die Wettervorhersage, ein Leo- und Wikipedia-Suchfeld sowie meine ToDo-List aud dem GoogleNotebook eingeblendet. 

Innovative Lehrmethoden

Ein Juraprofessor rappt einen Paragraphen des BGB, so berichtet die Zeit. Das tut er wohl schon seit längerem, um Aufmerksamkeit und Verständnis bei seinen Studierenden zu verstärken, jetzt hat er die zehn Strophen aber auch noch professionell abmischen lassen und stellt sie online zur Verfügung. 

Die Diskussion zum Zeitartikel zeigt, dass solches Lehrengagement nicht ganz unumstritten ist und auf einige wohl albern wirkt. Ich finde es mutig und es gefällt mir. Spaß soll ja den lernvorgang unterstützen und Spaß haben die Jurastudierenden damit bestimmt. So lange nicht jeder Paragraph gerappt wird, sorgt diese Besonderheit für mehr Aufmerksamkeit und eine Motivationsspritze.

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