L3T reloaded…

Nach Angaben der L3T-Homepage hat es gut 10 Monate gedauert, kollaborativ die erste Ausgabe des Lehrbuchs für Lernen und Lehren mit Technologien zu schreiben. Diesmal sollte es deutlich schneller gehen. „Sieben Tage“ war die Vorgabe. Gut, es gab einige sog. Läufer, die schon etwas früher begonnen haben, aber eben auch viele Sprinter, die vom 20.-28.08 (9 Tage – 2 Tage Wochenende = 7 Tage) die bestehenden Kapitel überarbeitet und aktualisiert haben und vollkommen neue hinzufügten.

Und es hat tatsächlich geklappt. Dank über 300 Mitwirkender, die in diesen 7 Tagen über alle erdenkliche Medien miteinander verbunden waren.  Tatsächlich war es eine ganz besondere Stimmung. Irgendwie saß ich da allein am Schreibtisch und schrieb an dem einen oder anderen Kapitel und doch fühlte ich mich stets als Teil eines Ganzen, etwas Großem, einer aktiven und pulsierenden Community. Morgens ging es los mit den L3T-TV Live (Motivations)Sendungen und den ganzen Tag über ging es weiter via Facebook, Twitter, Livestream, Connect, der Projektdatenbank der Kapitel…usw. Ständig wusste man so, wo man stand. Und noch nie habe ich es erlebt, so schnell Feedback zu bekommen. Das lief wie am Schnürchen…schreiben, Review, anpassen, Lektorat, Gender- und Zitationscheck, Layout, Titel, Freigabe…FERTIG. Klingt einfach und schnell….war es bestimmt nicht….hat sich aber so angefühlt! Danke dafür an ein tolles Team, das in ganz verschiedenen Camps saß und sich der verschiedenen Aufgaben angenommen hat.

Sollte es tatsächlich nochmal eine dritte Auflage geben, würde ich zu gerne ein Camp an der TiHo in der Villa aufbauen. Diesmal durfte ich an drei Kapiteln mitschreiben. Traditionell am Kapitel „Human- und Tiermedizin – Technologieeinsatz im Gesundheitswesen“ mitarbeiten, wobei hier fairerweise gesagt werden muss, dass die Arbeit der Aktualisierung v.a. Kai Sostmann von der Charité geleistet hat. Ich habe mich vornehmlich um das Kapitel „Prüfen mit Computer und Internet – Didaktik, Methodik und Organisation von E-Assessment“ gekümmert. Als dann noch etwas Zeit blieb, konnte ich mich in einer überstürzten Aktion zusammen mit Lisa des verwaisten Kapitels „Spielend Lernen im Kindergarten – Neue Technologien im Einsatz“ annehmen. Nun sind wir zwar beide E-Learner und haben auch Kinder, aber sind doch vornehmlich Tierärztin bzw. Tierarzt. Das hieß dann doch einen immensen Aufwand an Literaturrecherche…der aber viel Spaß und neue Einsichten gebracht hat. Durch die AMEE-Conference in Prag fanden dann die letzten Checks der Kapitel nachts im Hotelzimmer bei „flackerndem“ W-Lan statt. Aber es hat geklappt. Pünktlich am Mittwoch Mittag hieß es dann: Geschafft! Yippieh! …und: herzlichen Dank!

Dem kann ich mich nur anschließen, es war eine tolle Zeit in einer tollen Community und das Produkt kann sich m.E. wirklich sehen lassen.

Use of Key Feature Questions in summative assessment of veterinary medicine students

Elisabeth Schaper, Andrea Tipold and Jan P Ehlers
Irish Veterinary Journal
2013, 66:3  doi:10.1186/2046-0481-66-3

Purpose: To prove the hypothesis that procedural knowledge might be tested using Key Feature (KF) questions in written exams, the University of Veterinary Medicine Hannover Foundation (TiHo) pioneered this format in summative assessment of veterinary medicine students. Exams in veterinary medicine are either tested orally, practically, in written form or digitally in written form. The only question formats which were previously used in the written e-exams were Type A Single-choice Questions, Image Analysis and Short Answer Questions. E-exams are held at the TiHo using the electronic exam system Q [kju:] by CODIPLAN GmbH.
Methods: In order to examine less factual knowledge and more procedural knowledge and thus the decision-making skills of the students, a new question format was integrated into the exam regulations by the TiHo and some examiner used this for the first time in the computer based assessment. Following a successful pilot phase in formative e-exams for students, KF questions were also introduced in summative exams. A number of multiple choice questions were replaced by KF questions in four computer based assessment in veterinary medicine. The subjects were internal medicine, surgery, reproductive medicine and dairy science.
Results: The integration and linking of KF questions into the computer based assessment system Q [kju:] went without any complications. The new question format was well received both by the students and the teaching staff who formulated the questions.
Conclusion: The hypothesis could be proven that Key Feature questions represent a practicable addition to the existing e-exam question formats for testing procedural knowledge. The number of KF questions will be therefore further increased in examinations in veterinary medicine at the TiHo.

Programm des KELDAT Didaktik-Meetings

Anlässlich der diesjährigen Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung in Aachen veranstaltet das Kompetenzzentrum für E-Learning, Didaktik und Ausbildungsforschung der Tiermedizin (KELDAT) das erste Didaktik-Meeting am Samstag, 29.09.2012 von 9-13 Uhr.

Seit Kurzem sind nun auch das Programm und Abstractband der Tagung online aufzurufen.

Neben der Verleihung des KELDAT-Lehrpreises und der KELDAT-Forschungsmittel stehen folgende Vorträge auf dem Programm des tiermedizinischen Didaktiktreffens:

  • Möglichkeiten des Einsatzes von elektronischen Medien in aktuellen Krankheitsgeschehen oder Seuchenzügen Elisabeth Schaper (Hannover), Martin Ganter, Helmut Surborg, Christoph Tenhaven,Jan P. Ehlers
  • Exkursionen – nachweislich besser vorbereitet durch E-Learning Dagmar Suppin (Wien)
  • Lernziele Neurologie: Hilfestellung für Studierende durch interaktive Fallbeispiele Andrea Tipold (Hannover), Sonja Steinmetz, Jan P. Ehlers
  • FERTHIK – Aufbau eines tiermedizinischen Skills-Labs Jan P. Ehlers (Hannover), Suzanne Müller-Berger, Gerhard Greif, Andrea Tipold
  • Elektronisches Prüfen mit open source Heinrich Flaswinkel (München), Cyrill Matenaers, Chris van der Meijden, Sven Reese
  • „Tiergesundheit und Lebensmittelkunde“: Ein Teilbereich der interaktiven Lern-Plattform „Vetlife“ Nadine Sudhaus (Hannover), Jan P. Ehlers, Günther Klein

Wir würden uns freuen, wenn viele den Weg nach Aachen finden, um sich an diesem Treffen zu beteiligen. Im nächsten Jahr soll es dann anlässlich des DVG Vet-Congress abgehalten werden.

Lernen mit Facebook

Natürlich kann man bei Facebook ganz viel lernen und sich austauschen. Dazu gibt es ganz viele Gruppen, Seiten und Postings. Eine besonders interessante Form für die Tiermedizin habe ich aber bei WikiVetPathology gesehen. Auf dieser Seite werden natürlich jede Menge Fotos ausgetauscht und präsentiert, wie es sich bei Pathologie als Thema auch anbietet. Aber zusätzlich gibt es jede Woche eine neue Frage aus der Pathologie. Alle interessierten können an der Abstimmung zur richtigen Antwort teilnehmen. Später gibt es dann die Auflösung, natürlich mit den erklärenden texten aus WikiVet.

Eine wirklich spannende Methode, tiermedizinisches Lernen dahin zu bringen, wo eh die meisten sind 😉

Beispiel einer Frage bei WikiVet Pathology

 

CfP: WS E-Prüfungen auf der GI-GMDS 2012

Vom 16. bis 21. September 2012 findet in Braunschweig die 57. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e.V. (GMDS) zusammen mit der 42. Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) statt. Hinweise zum Ablauf und Programm finden sich bereits jetzt auf der gemeinsamen Homepage.

In diesem Rahmen veranstaltet das Peter L. Reichertz Institut für Medizinische Informatik am 20.09.2012 einen interdisziplinären Workshop zum Thema: „Elektronische Prüfungen – technische Konzepte für große Prüfungsgruppen und Integration in eCampus-Strukturen“.

Das Thema der Einführung und Etablierung elektronisch gestützter Prüfungen (ePrüfungen) in der universitären Ausbildung weist eine seit Jahren ungebrochene Aktualität auf. Universitäten und Hochschulen befassen sich fächerübergreifend mit dem Einsatz von ePrüfungen aus unterschiedlichen Motivationen und mit verschiedenen Zielsetzungen. Einerseits gilt es ein Mehraufkommen an summativen Prüfungen, entstanden durch Bologna-Reform und doppelte Abiturjahrgänge zu kompensieren, andererseits bietet die elektronisch unterstützte, kontinuierliche Lernerfolgskontrolle einen didaktischen Mehrwert auch in der Begleitung von Lehrveranstaltungen (formatives Prüfen oder auch eAssessment). Die elektronische Unterstützung birgt hierbei ein großes Potential auch hinsichtlich der Qualitätsverbesserung der Lehre und des Managements in Studienverwaltungsstrukturen (eCampus). Bevor dieses Potential jedoch seine Wirksamkeit entfalten kann, stehen Entscheider in den Hochschulen in der Regel vor infrastrukturellen, technischen, logistischen auch didaktischen und nicht zuletzt finanziellen Fragestellungen oder Herausforderungen. Der Workshop „Elektronische Prüfungen – technische Konzepte für große Prüfungsgruppen und Integration in eCampus-Strukturen“ nimmt bestehende Lösungen und Ideen zu diesen Fragestellungen in den Blick und bietet interessierten Einsteigern sowie erfahrenen Akteuren eine Plattform zur Information, zum Austausch und zur Diskussion.

Die Deadline für die Einreichung von Abstracts für diese Veranstaltung endet am 9. Mai 2012.

The Use of e-Learning and Electronic Testing at Universities in Lower Saxony – Survey Results

E. Schaper & J.P. Ehlers
elearningeuropa.info (March 7th, 2012)

All universities in Lower Saxony were asked if and how their educational institution uses e-learning and electronic exams (e-exams). This survey was conducted as part of the “Network of Lower Saxony for e-Assessment and e-Exams (N²E²)” (http://n2e2.elan-ev.de/). From a total of 28 universities in Lower Saxony which were contacted, 23 participated in this survey (82%). The survey found that 21 universities provide e-learning offers and that eight use electronic exams. The project “Network of Lower Saxony for e-Assessment and e-Exams“ aims to focus existing competences of universities in Lower Saxony in the area of e-assessment, in particular e-examinations, and to improve the quality of teaching. Universities generally have no standardized test scenarios. When first using e-exams, in addition to the cost associated with the necessary rooms, hardware and software, other aspects should be taken into account. One aspect for example is which benefits arise for a faculty due to a change to e-examinations.

Prüfungsangst?

Über die XING-Gruppe „Elektronische Prüfungen und Evaluationen“ bin ich auf die Arbeiten von Holger Walther zum Thema Prüfungsangst aufmerksam geworden. Im Rahmen der Veröffentlichung seine Buches „Das wird doch sowieso nichts!“ findet sich im Blickpunkt Wirtschaft Blog ein Interview mit Walther in dem er anhand seiner Erfahrung als psychologischer Berater an der Humboldt-Universität zu Berlin über das Auftreten von Prüfungsangst, den Sinn und Unsinn sowie die Möglichkeiten der Hilfe berichtet.

Auf den Seiten der UVK Verlagsgesellschaft mbH findet sich gleich noch ein passender Selbsttest, der auf jeden Fall schon einmal hilft, sich über die eigenen Ängste und deren Ursachen bewusst zu werden. Wer dann weiter zu dem Thema recherchiert, sieht einerseits, dass man damit ganz gewiss nicht allein ist und findet andererseits viele Seiten und Ansätze, um sich dieser Angst zu stellen.

Vielleicht passend dazu: Die Infografik „Die große Schummel-Umfrage“  (77% der Befragten schummeln in Prüfungen…)

duz Akademie: „Digitales Prüfen“

Unter dem Titel „Wer digital prüft, spart eine Menge Zeit“ hat die duz eine Ausgabe ihrer duz Akademie zum Thema elektronisches Prüfen an Hochschulen herausgebracht. Wer sich neu mit diesem thema beschäftigt, findet hier eine Menge Informationen zu den Möglichkeiten elektronischer Prüfungen, den eingesetzten Systemen und verschiedenen Einsatzszenarien sowie dem Aufbau von Fragenkatalogen.

Wer allerdings nicht so leicht an die duz herankommt (sei es durch Abo oder Uni-Bibliothek), der findet die meisten Informationen auch in der letzten Ausgabe des Hamburger E-Learning Magazins

6 Jahre eAssessment an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Elisabeth Schaper, Jan P. Ehlers
Hamburger eLearning Magazin 2011, 7, 43-44

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) ist die einzige eigenständige Hochschule von insgesamt fünf veterinärmedizinischen Bildungsstätten in Deutschland. Es sind hier circa 2300 Studierende einschließlich der Doktoranden und PhD-Studierenden eingeschrieben. An der TiHo besteht ein breitgefächertes E-Learning-Angebot für die Studierenden (z.B. CBTs, WBTs, Podcasts, Vodcasts, Virtuelle Klassenräume, online-lectures, eigenes soziales Netzwerk „NOVICE“ für Studierende der Veterinärmedizin und Tiermediziner).
Seit sechs Jahren werden nun auch elektronische Prüfungen (ePrüfungen) für das diagnostische, formative sowie summative Prüfen an der TiHo eingesetzt.

Nachlese: Didaktik auf dem DVG-Vet-Congress

Letzte Woche hat sich der Arbeitskreis „Didaktik und Kommunikationskompetenz“ und die GMA-Sektion Tiermedizin auf dem DVG-Vet-Congress 2011 getroffen und zwei Workshops abgehalten.

Am Donnerstag morgen haben wir uns mit insgesamt 14 Teilnehmenden mit dem Thema „Lehrveranstaltungsgestaltung – Vorlesungen und Problemorientiertes Lernen“ auseinandergesetzt. Zuerst hat uns Christian Gruber (VU Wien) eine sehr interaktive Einführung zu „Wie funktioniert Lernen“ gegeben, bevor Stephan Birk (FU Berlin) mit uns allen die Gestaltung von Vorlesungen diskutiert und geübt hat. Die abschließende Zeit durfte ich nutzen, um „Problemorientiertes Lernen“ (Präsentation in NOVICE)vorzustellen und kurz gemeinsam auszuprobieren.

Am Nachmittag haben wir uns mit insgesamt 10 Teilnehmenden dem Thema „Prüfungen und Evaluationen“ gewidmet. Auch hier hat Christian wieder den Anfang gemacht und im Rahmen des Constructive Alignment“ verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Lehre/Lernen und Prüfungen zusammen passen. Im zweiten Teil dufte ich strukturierte Formate für mündliche schriftliche und praktische Prüfungen vorstellen (Präsentation in NOVICE), die wir sehr kontrovers diskutiert haben, da das Thema in der Tiermedizin gerade an allen Standorten sehr aktuell ist. Zum Abschluss konnte Stephan uns vor Augen führen, welche Relevanz Evaluationen für die Qualitätssicherung der Lehre haben, aber auch, wie sie richtig gestaltet und durchgeführt wurden.

Beide Workshops haben mit sehr gut gefallen, da wir sehr viel miteinander diskutieren konnten und ich das Gefühl hatte, dass jeder etwas für sich mitnehmen konnte. Währen sich ja sonst in den GMA und DVG-Workshops „immer die gleichen Verdächtigen“ treffen, konnten wir diesmal viele neue Teilnehmende aus ganz unterschiedlichen Bereichen begrüßen.

Abends fand dann (allerdings außerhalb dieser Arbeitsgruppe) noch ein Workshop mit Marion Tischer statt. „Lebenslanges Lernen: Rinderpraktiker gehen online“ brachte einigen Praktizierenden aus der Rinderpraxis z.B. die Internetrecherche oder soziale Netzwerke näher.

Ich hoffe, dass wir auch auf dem nächsten DVG-Congress Workshops anbieten dürfen und die gute Athmosphäre nutzen können.