Es läuft – Podcast

Seit Oktober 2014 habe ich der Tiermedizin m.o.w. den Rücken gekehrt und darf an der Uni Witten Herdecke die Didaktik und Bildungsforschung im Gesundheitswesen vertreten. Nachdem ich in den letzten Monaten viele neue Menschen kennengelernt habe, offiziell  vorgestellt wurde und mich an der neuen Wirkungsstätte eingefunden habe, durfte ich mich gestern nochmal auf eine ganz andere Weise vorstellen.

Ich durfte im „kleinen G der UW/H“ auftreten. Dabei handelt es sich um eine Podcastserie, die Martin Rützler zu Themen rund um die Universität Witten/Herdecke hoch professionell herstellt. Gestern durfte ich „Versuchskaninchen“ für ein vollkommen neues Format sein, denPodcast im Gehen. Mit etwas Ausrüstung behängt sind wir (dreimal) um die Uni geschlendert und haben uns dabei über mein neues Aufgabengebiet im Allgemeinen und E-Learning im Speziellen unterhalten. Das hat großartig funktioniert. Die Sonne hat mitgespielt, die Laune war fantastisch und man unterhält sich doch viel freier, als wenn man in einem Aufnahmestudie oder im Büro sitzt. Gut, ich gebe zu, dass man bei mir auch die „paar“ Kilo zu viel am Schnaufen hört, wenn es hinter der Uni etwas bergauf geht…

In dieser Serie war dies der mittlerweile 30. Podcast. Es lohnt sich auf jeden Fall, in alle hineinzuhören, was natürlich auch über itunes möglich ist.

DKG – DAS KLEINE G DER UW/H

Foto: M. Rützler

Programm des 3. KELDAT Didaktikmeeting

Am 24. 9.2014 im Rahmen der GMA-Jahrestagung Hamburg

10:00 Begrüßung und Impulsvortrag „Aktuelles für die tiermedizinische Lehre und Ausbildungsforschung“ (Gruber/Ehlers)

10:45 Session 1: Feedback als didaktisches Tool

  • Feedback mittels Clinical-Encounter-Cards (CECs) in der veterinärmedizinischen klinischen Ausbildung (D. Nawrocik, Wien)
  • Wissen versus Anwendung/Verständnis in der Tiermedizin (Ch. Siegling-Vlitakis, Berlin)

Im Anschluss an die Vorträge: Podiumsdiskussion mit den Vortragenden: Möglichkeiten und Grenzen von Feedback

11:30                     Pause

11:45                     Postersession

12:30                     Mittagessen

13:30  Session 2: Kompetenzentwicklung durch didaktische Interventionen

  • Kompetenz basierte Endokrinologie in der veterinärmedizinischen Ausbildung: Konzeptvorstellung (S. Ehrhardt, Hannover)
  • Didaktische Umstrukturierung der Grundvorlesung Biometrie und Epidemiologie – Erfahrungen aus der Veterinärmedizin (R. Zeimet, Hannover)
  • Modifikation und Analyse des didaktischen Modells der praktischen Übungen im Themenfeld „Fleischuntersuchung beim Schwein“ (N. Sudhaus, Hannover)

Im Anschluss an die Vorträge: Podiumsdiskussion mit den Vortragenden: „Lehrinhalte“ vs. „Learning Outcomes“ – Herausforderungen für Dozierende

14:30                     Pause

15:00 Session3: Entwicklung von personal skills

  • Studienbezogene Ressourcen und Beschwerden bei Studierenden der Tiermedizin (M. Dilly, Hannover)
  • Prüfungsangst – Untersuchung des Potenzials niederschwelliger Intervention im Studium der Veterinärmedizin (M. Bahramsoltani, Leipzig)
  • Reflexion und Zeitmanagement im Studium der Veterinärmedizin (Ch. Kleinsorgen, bvvd)

Im Anschluss an die Vorträge: Podiumsdiskussion mit den Vortragenden: Was muss als nächstes passieren, um Personal Skills besser zu entwickeln?

16:00                     Abschlussdiskussion

16:30                     Verleihung Lehrpreis

17:00                     Ende der Veranstaltung

Call for Abstracts: 3. KELDAT-Didaktikmeeting

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Am 24. September 2014 findet das 3. KELDAT Didaktikmeeting anlässlich der Jahrestagung der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA) in Hamburg (www.gma2014.de) statt. Neben Key-Notes planen wir auch für dieses Symposium wissenschaftliche Kurzvorträge aus dem Bereich der tiermedizinischen Ausbildungsforschung und bitten daher um Einreichung von Abstracts.

Dabei können sowohl Forschungsprojekte, die direkt von KELDAT gefördert wurden, als auch solche die unabhängig durchgeführt werden einen Beitrag einreichen.

Die Beitragseinreichung erfolgt über die Tagungsseite der GMA bzw. der die Abstracts veröffentlichenden GMS (http://gms.rheinware.com/gma2014/ms/login) bitte machen Sie durch ein vorstehendes KELDAT im Titel deutlich, dass Ihr Beitrag für das KELDAT-Didaktikmeeting eingeplant werden soll. Beiträge ohne diesen Vermerk werden für die Haupttagung vorgesehen. Alle Beiträge unterliegen einem wissenschaftlichen Review und die Abstracts werden in der GMS Zeitschrift für Medizinische Ausbildung publiziert.

Die Länge der Abstracts ist auf 2000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) limitiert wobei Autorenangaben, Überschrift und Literaturangaben nicht mitgezählt werden. Bitte unterteilen Sie Ihre Abstracts ins: Fragestellung/Einleitung – Methoden – Ergebnisse – Diskussion/Schlussfolgerungen.

Die Deadline für die Einreichung der Abstracts endet am 15. April 2014.

Für Fragen stehen Ihnen gerne Ihre lokalen KELDAT-Projektmitarbeitenden zur Verfügung.

KELDAT Ringvorlesung

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Das Kompetenzzentrum für E-Learning, Didaktik und Ausbildungsforschung der Tiermedizin (KELDAT, www.keldat.eu) organisiert eine Ringvorlesung zu aktuellen und interessanten Themen der Tiermedizin im Live-Online-Format.

Diese findet an jedem ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr statt. Teilnehmen können alle deutschsprachigen Tiermedizinstudierenden, Tierärztinnen und Tierärzte. Technisch nutzen wir Adobe Connect (bitte als Gast anmelden).

Jeder kann sich vom eigenen Rechner zuschalten, live die Präsentation sehen und den Vortrag hören. Benötigt werden dafür nur Internetzugang und Headset. In einem Chat können Fragen gestellt werden, die dann von den Vortragenden beantwortet werden. Geplant sind eine Vortragsdauer von 45-60 Minuten und eine anschließende Diskussion von ca. 30 Minuten.

Die Ringvorlesung startet am 4. März 2014 mit Prof. H. Würbel (Vetsuisse Fakultät Universität Bern) zum Thema „Ethologische Grundlagen zum Tierschutz“.

Am zweiten Termin, 8. April 2014 spricht Dr. N. Grabowski (Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover) über „Insektenkonsum im 21. Jahrhundert“.

Den dritten Termin, 6. Mai 2014 gestaltet Frau Dr. S. Blome (Friedrich-Loeffler-Institut, Greifswald) zum Thema „In der EU angekommen: die Afrikanische Schweinepest“

Die Referierenden und Themen für die weiteren Veranstaltungen werden rechtzeitig bekannt gegeben.

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TBC-Diagnostik

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Auch wenn Deutschland seit 1997 offiziell frei von der Tuberkulose des Rindes ist und damit die flächendeckenden Untersuchungen eingestellt wurden, treten immer mal wieder Tuberkulosefälle beim Rind auf. Damit diese rechtzeitig und korrekt diagnostiziert werden, hat die Tierärztekammer Niedersachsen zusammen mit dem LAVES und der TiHo Hannover ein kostenfreies E-Learning Modul zur „TBC-Diagnostik“ entwickelt. Dort werden Themen wie „Pathologie der bovinen Tuberkulose“, „Die intrakutane Tuberkulinprobe“ und „Der Interferon-Gamma Test“ in Videovorträgen erklärt.

Zugang zu diesem Modul können alle Tierärztinnen und Tierärzte sowie Studierende der Tiermedizin über die Niedersächsische Tierärztekammer bekommen.

NOVICE: Virtual Microscopy

Ovar der Katze

Ovar der Katze

Ich hatte hier ja schon mal über die virtuelle Mikroskopie an der TiHo berichtet. So etwas findet natürlich an vielen anderen tiermedizinischen Universitäten sehr ähnlich statt. Hard- und Software sowie Konzept und beteiligte Fächer unterscheiden sich allerdings meist etwas.

In NOVICE hat sich nun heute eine Gruppe „Virtual Microscopy“ gegründet, die sich genau mit diesem Thema und den Erfahrungen an den einzelnen Unis auseinandersetzt. Wer in das Thema einsteigen will, wird hier einige Informationen finden, und wer schon länger dabei ist, kann sich über „lessons learned“ und „best practice“ austauschen.

Weiterhin wird hier versucht werden, zu ergründen, in wie weit Kooperationen möglich sind und vielleicht sogar gemeinsame Bilddatenbanken aufgebaut werden können.

Jedem, der aus der Tiermedizin kommt und an dem Thema interessiert ist, sei diese Gruppe wärmstens ans Herz gelegt.

Wahlpflichtfächer Sommersemester 2014

Wie jedes Semester…kaum hat man den einen Unterricht beendet, schon müssen die Wahlpflichtfächer für das nächste Semester angemeldet werden. Hier also die Auswahl aus der E-Learning-Beratung und dem Kompetenzzentrum für E-Learning, Didaktik und Ausbildungsforschung der Tiermedizin für das Sommersemester 2014 an der TiHo:

  • Untersuchung des Liquor cerebrospinalis beim Hund
    Seminar/Übung im Skills Lab
    Tipold, Dilly, Ehlers
    für das 4./6./8. Semester  max. 10 Teilnehmer
    Nach einer kurzen Einleitung über den Wert der Liquordiagnostik wird in diesem Seminar die praktische Durchführung der Liquorpunktion am Simulator geübt. Die Untersuchung (Eiweissgehalt, Zellzahl, Zytologie) wird an Präparaten veranschaulicht.
    Blockveranstaltung 30.5.2014, 14-16 Uhr

 

  • Lernen lernen
    Hilfe zum lebenslangen Lernen
    Ehlers
    für das 2. Semester   14 Stunden   max. 16 Teilnehmer
    Wie funktioniert Lernen? Lerntheorien, Lernertypen, Lerntechniken, Lernhilfen
    Prüfungsvorbereitung: MC-Prüfungen, mündliche Prüfungen
    Lebenlanges Lernen: Evidenzbasierte Medizin, informelles Lernen, Problemorientiertes Lernen, Vorbereitung von Referaten, eLearning, Metakognition und Selbstreflexion, Portfolio
    Soft skills (Schlüsselkompetenzen, Professionalism)
    14-tägliche Veranstaltung Mi 16-18 Uhr
    16.04.2014 // 30.04.2014 // 14.05.2014 // 28.05.2014 // 11.06.2014 // 25.06.2014 // 09.07.2014
    Beginn: 16.04.2014  TiHo-Tower, 2. Stock

 

  • Tierärztliche Kommunikation
    Ehlers, Dilly
    für das 2./4./6./8. Semester   8 Stunden max. 12 Teilnehmer
    Grundlagen der Kommunikation
    Kommunikation mit den Patientenbesitzern
    „Breaking bad news“
    Vortrag, Übungen, „Rollenspiele“
    14-tägliche Veranstaltung Mi 16-18 Uhr, 23.04. – 07.05. – 21.05. – 18.06.
    Beginn: 23.04.2014 Gemeinsame Einführungsveranstaltung, dann Übungen in 6er Gruppen
    Zentrum für klinische Fertigkeiten – Bischofsholer Damm

 

  • E-learning – Kardiologische Propädeutik
    Vörös, Ehlers, Nolte, Tipold, Hungerbühler, Höinghaus
    für das 6./8. Semester   7 Stunden max. 20 Teilnehmer
    Die kardiologische Propädeutik mit Betonung der wichtigsten physikalischen Untersuchungsmethoden beim Kleintier wird mittels blended-E-learning-Programm gezeigt. Nach einer Informationsmail stehen 4 Tage zur Selbstübung zur Verfügung, in den 4 Präsenzstunden erfolgt eine praktische Demonstration sowie eine abschließende Besprechung
    Blockveranstaltung Mail-Einladung: Freitag, 27.06.2014
    Seminar: Dienstag, 01.07.2014, 14.00 – 18.00 Uhr
    Klinikum Bünteweg, Gebäudeteil B1, Klinik für Kleintiere, 1. OG, großer Seminarraum 0281.1016

 

  • E-learning – Echokardiographie
    Vörös, Ehlers, Nolte, Hungerbühler, Höinghaus
    für das 6./8. Semester   7 Stunden   max. 15 Teilnehmer
    Die Echokardiographie mit Betonung der Methodik und Hinweis auf die wichtigsten pathologischen Beispiele beim Kleintier wird mittels blended-E-learning Programm gezeigt. Nach einer Einführung per Mai stehen 4 Tage zum Selbststudium zur Verfügung, in den 4 Präsenztunden erfolgt eine praktische Demonstration und eigene Übung der Technik sowie eine abschließende Besprechung.
    Blockveranstaltung Einführungsmail: Freitag, 27.06.2014
    Seminar: Mittwoch, 02.07.2013, 14.00 – 18.00 Uhr
    Klinikum Bünteweg, Gebäudeteil B1, Klinik für Kleintiere, 1. OG, Großer Seminarraum 0281.1016

 

  • E-Learning – CASUS Neurologie
    Bandscheiben – Epilepsie – Neuroimmunologie
    Tipold, Ehlers
    für das 6./8. Semester   12 Stunden   max. 100 Teilnehmer
    In diesem Kurs können Sie 9 Fälle von häufig vorkommenden Erkrankungen in der Neurologie mit Hilfe des CASUS Programmes selbstständig bearbeiten. Diskussionen und Fragen erfolgen in NOVICE (Internet). Bei noch anstehenden Fragen wird zum Abschluss ein virtueller Klassenraum nach Terminabsprache durchgeführt.
    Blockveranstaltung Anmeldung bei CASUS 30.4.2014 ab 12 Uhr
    Abschluss, ev. virtueller Klassenraum nach Absprache
    zu Hause oder Computer an der TiHo

 

  • Bearbeitung und Evaluierung von eLearning Angeboten im Bereich Tiergesundheit und Lebensmittelkunde
    Sudhaus, Ehlers, Klein
    für das 6./8. Semester   10 Stunden max. 20 Teilnehmer
    Fleischhygiene, Kennenlernen des eLearning-Systems, Evaluierung des Systems
    Blockveranstaltung Vorbesprechung am 23.04.2014 um 16.15 Uhr, danach ca. 4 Wochen Zeit für die online Bearbeitung. Eine kurze Abschlussbesprechung findet nach ca. 4 bis 5 Wochen in Absprache mit den Teilnehmern statt. Die eLearning-Angebote können selbständig auch von zuhause online bearbeitet werden; daran schließt sich eine Evaluierung durch die Teilnehmer an
    Institut für Lebensmittelqualität und -sicherheit

 

  • PhD-Programme: Examination of the cerebrospinal fluid (5311)
    Tipold, Dilly, Ehlers, Category:CA
    Seminar and practical approach of the examination of the cerebrospinal fluid (mostly dogs), implications to the clinical diagnostic work up.
    28.05.2014 13:15–15:00 h  (2 hours credit),  TiHo, „Skills Lab“/Bischofsholer Damm 15

HEL #11 – Open Educational Ressources

Die elfte Ausgabe des Hamburger eLearning Magazins ist soeben erschienen. Diesmal liegt der Schwerpunkt auf Open Educational Resources. Verschiedenen Hochschulen präsentieren in kurzen Beiträgen, wie sie mit frei verfügbaren Bildungsressourcen umgehen, sie erstellen und veröffentlichen. Auf Seite 45 stellen wie „TiHo Videos auf YouTube – Neue Wege in der tiermedizinischen Ausbildung“ vor.

Der eigene YouTube-Kanal erweist sich dabei als hervorragendes Medium, Lehrfilme auch über die Universitätsgrenzen hinaus erreichbar zu machen. Da wir dort bereits Filme in vier Sprachen anbieten können (neben deutsch auch auf englisch, spanisch und chinesisch), erfreut sich der Kanal auch zunehmend internationaler Beliebtheit.

Qualitative Studie zur Akzeptanz und zu den Anforderungen an ein Clinical Skills Lab an einer Tierärztlichen Bildungsstätte

Tanja Rösch1, Elisabeth Schaper1, Andrea Tipold², Martin R. Fischer³, Jan P. Ehlers1
1 Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Kompetenzzentrum für E-Learning, Didaktik und Ausbildungsforschung der Tiermedizin, Hannover, Deutschland
2 Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Vizepräsidentin für Lehre, Klinik für Kleintiere, Hannover, Deutschland
3 Lehrstuhl für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin, Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München, Deutschland

Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift 127, Heft 3/4 (2014), Seiten 10–19

In der Veterinärmedizin müssen den Studierenden neben theoretischem Wissen klinisch-praktische Fertigkeiten vermittelt werden, um nach Abschluss des Studiums im Sinne der Berufsfähigkeit eigenverantwortlich tätige Absolventinnen und Absolventen zu qualifizieren. Eine Möglichkeit zur Schulung praktischer Tätigkeiten ist das Bereitstellen eines Zentrums für klinische Fertigkeiten („Clinical Skills Lab“), um die Studierenden in diesen Fähigkeiten strukturiert und standardisiert zu schulen und vermehrt Übungs- und Wiederholungsmöglichkeiten zu schaffen. Unter Berücksichtigung von Tierschutzaspekten und der Einsatzmöglichkeit von Ersatzmethoden zum Tierversuch werden in einem Skills Lab insbesondere auch Simulatoren und Modelle genutzt.
Im Rahmen dieser Untersuchung sollte ermittelt werden, welcher Bedarf an einem Zentrum für das Training klinischer Fertigkeiten besteht, und welche Ausstattung dafür erforderlich ist. Die Hypothese sollte überprüft werden, ob Studierende und Dozierende der Veterinärmedizin Interesse haben, auf diesem Wege die praktische Ausbildung zu verbessern.
Fokusgruppeninterviews wurden mit Studierenden der Veterinärmedizin, praktizierenden Tierärztinnen und Tierärzten, Dozierenden der Veterinärmedizin sowie Expertinnen und Experten für Simulationen klinischer Fertigkeiten durchgeführt. Dabei wurden die Wünsche und Anforderungen der Beteiligten an ein veterinärmedizinisches Skills Lab ermittelt. Die Befragungen wurden in Einzel- oder in
Gruppeninterviews durchgeführt.
Zahlreiche Meinungen, Themen und Wünsche wurden geäußert, aus denen großer Nutzen für den Aufbau des Skills Lab gezogen werden kann. Der Hypothese, dass das Skills Lab von allen Teilnehmern der Fokusgruppen befürwortet und der Aufbau als positiv bewertet wird, muss widersprochen werden. Gerade unter den Studierenden bestand aufgrund von Unerfahrenheit eine eher ablehnende Grundhaltung.
Anhand der zahlreichen geäußerten Wünsche und Anforderungen kann eine umfassende Anforderungsliste für das Clinical Skills Lab zusammengefasst werden, um gewünschte Modelle und Simulatoren zu Übungszwecken bereitstellen zu können.
Ein unter Berücksichtigung der Ergebnisse der vorliegenden Studie aufgebautes Skills Lab wird die veterinärmedizinische Ausbildung und Lehre positiv beeinflussen. Laut Erfahrungswerten von Experten anderer Skills Labs ist langfristig eine breite Befürwortung unter den Benutzern zu erwarten.

L3T reloaded…

Nach Angaben der L3T-Homepage hat es gut 10 Monate gedauert, kollaborativ die erste Ausgabe des Lehrbuchs für Lernen und Lehren mit Technologien zu schreiben. Diesmal sollte es deutlich schneller gehen. „Sieben Tage“ war die Vorgabe. Gut, es gab einige sog. Läufer, die schon etwas früher begonnen haben, aber eben auch viele Sprinter, die vom 20.-28.08 (9 Tage – 2 Tage Wochenende = 7 Tage) die bestehenden Kapitel überarbeitet und aktualisiert haben und vollkommen neue hinzufügten.

Und es hat tatsächlich geklappt. Dank über 300 Mitwirkender, die in diesen 7 Tagen über alle erdenkliche Medien miteinander verbunden waren.  Tatsächlich war es eine ganz besondere Stimmung. Irgendwie saß ich da allein am Schreibtisch und schrieb an dem einen oder anderen Kapitel und doch fühlte ich mich stets als Teil eines Ganzen, etwas Großem, einer aktiven und pulsierenden Community. Morgens ging es los mit den L3T-TV Live (Motivations)Sendungen und den ganzen Tag über ging es weiter via Facebook, Twitter, Livestream, Connect, der Projektdatenbank der Kapitel…usw. Ständig wusste man so, wo man stand. Und noch nie habe ich es erlebt, so schnell Feedback zu bekommen. Das lief wie am Schnürchen…schreiben, Review, anpassen, Lektorat, Gender- und Zitationscheck, Layout, Titel, Freigabe…FERTIG. Klingt einfach und schnell….war es bestimmt nicht….hat sich aber so angefühlt! Danke dafür an ein tolles Team, das in ganz verschiedenen Camps saß und sich der verschiedenen Aufgaben angenommen hat.

Sollte es tatsächlich nochmal eine dritte Auflage geben, würde ich zu gerne ein Camp an der TiHo in der Villa aufbauen. Diesmal durfte ich an drei Kapiteln mitschreiben. Traditionell am Kapitel „Human- und Tiermedizin – Technologieeinsatz im Gesundheitswesen“ mitarbeiten, wobei hier fairerweise gesagt werden muss, dass die Arbeit der Aktualisierung v.a. Kai Sostmann von der Charité geleistet hat. Ich habe mich vornehmlich um das Kapitel „Prüfen mit Computer und Internet – Didaktik, Methodik und Organisation von E-Assessment“ gekümmert. Als dann noch etwas Zeit blieb, konnte ich mich in einer überstürzten Aktion zusammen mit Lisa des verwaisten Kapitels „Spielend Lernen im Kindergarten – Neue Technologien im Einsatz“ annehmen. Nun sind wir zwar beide E-Learner und haben auch Kinder, aber sind doch vornehmlich Tierärztin bzw. Tierarzt. Das hieß dann doch einen immensen Aufwand an Literaturrecherche…der aber viel Spaß und neue Einsichten gebracht hat. Durch die AMEE-Conference in Prag fanden dann die letzten Checks der Kapitel nachts im Hotelzimmer bei „flackerndem“ W-Lan statt. Aber es hat geklappt. Pünktlich am Mittwoch Mittag hieß es dann: Geschafft! Yippieh! …und: herzlichen Dank!

Dem kann ich mich nur anschließen, es war eine tolle Zeit in einer tollen Community und das Produkt kann sich m.E. wirklich sehen lassen.